Kreisverband gibt Stellungnahme zu A-Nord ab

03. März 2022

Rege Nachfrage zum Service-Angebot zum Amprion-Vorhaben

Erdkabel-Abschnitt Raesfeld

Die WLV-Kreisgeschäftsstelle hat in den letzten Wochen viele Betroffene bei Ihren Stellungnahmen zum Planfeststellungsbeschluss-Antrag zum A-Nord-Leitungsbauvorhaben begleitet. Knapp 80 Mitglieder hatten zudem an der Online-Sprechstunde des Kreisverbandes zum Thema teilgenommen, in dessen Rahmen die Juristen Jörg Sümpelmann und Fabian Klönne den Verfahrensstand und den weiteren Ablauf dargestellt und Fragen beantwortet haben. Zusammenfassend hat der Kreisverband am 16. Februar eine Stellungnahme an die Bundesnetzagentur geschickt mit einer ausführlichen Darstellung der agrarstrukturellen Belange im Kontext des Vorhabens der Firma Amprion. Jörg Sümpelmann beschreibt die Zielstellung: „Unser Anspruch ist es, sowohl die wirtschaftlichen Beeinträchtigungen, die Bauausführung sowie die Grundstücksinanspruchnahme insgesamt so auskömmlich wie möglich für unsere Mitglieder zu gestalten."

Wie geht es nun weiter mit A-Nord?

Bei dem Planfeststellungsverfahren handelt es sich um ein zweigliedriges Verfahren. Der nun offengelegte Antrag bestimmt zunächst Rahmen und Umfang sowie Gegenstand des sich anschließenden Planfeststellungsantrags. Der finale Antrag auf Planfeststellung und der hierauf ergehende Beschluss der BNetzA schließen das gesamte Leitungsplanverfahren ab. Amprion geht davon aus, die finalen Planfeststellungsunterlagen 2023 einreichen zu können. Dann werden die Flächeneigentümer noch einmal eine Gelegenheit zur Stellungnahme erhalten.

Das Planungsverfahren endet dann mit dem Planfeststellungsbeschluss, der mit Rechtskrafterlangung wie eine Baugenehmigung wirkt und zugleich Grundlage für die Nutzung der betroffenen Grundstücke ist. Unmittelbar nach Abschluss der Planfeststellung gemäß § 24 NABEG beginnen die Bauarbeiten. Amprion rechnet mit der Inbetriebnahme im Jahr 2027.

Für die ca. 300 km, komplett als Erdkabel geplante Leitungsstrecke von Emden bis Osterath wird der WLV für seine Mitglieder alle Verfahrensschritte begleiten. Hierzu erklärt Jörg Sümpelmann: „Insbesondere führt der Kreisverband gemeinsam mit den anderen von der Leitung betroffenen Kreis- und Landesbauernverbänden Gespräche mit Amprion für eine die gesamte Leitung betreffende Rahmenvereinbarung. Hierbei können wir als Verband oftmals über die gesetzlichen Mindestvorgaben hinausgehend zu attraktiveren Ergebnissen für unsere Mitglieder gelangen."

  • Die komplette Stellungnahme des WLV-Kreisverbandes zum Download finden Mitglieder im Bereich Dokumente auf unserer Homepage.

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