Vorstand diskutiert Wahlen, Tierhaltung und Ukraine

28. März 2022

WLV-Hauptgeschäftsführer Thomas Forstreuter zu Gast in Stadtlohn

WLV-Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Forstreuter

Erstmals nach der Wahl von Markus Weiß (Borken) zum neuen Vorsitzenden ist der Vorstand im Landwirtschaftlichen Kreisverband am Donnerstag zusammengekommen. Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat das Gremium getagt – zum ersten Mal in Präsenz –in der Gaststätte „Zum Breul" in Stadtlohn. Als Gast begrüßen konnte Markus Weiß zuvorderst WLV-Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Forstreuter, der erstmals in dieser Funktion an der Vorstandssitzung teilnahm.

In seinem Bericht aus dem Landesverband warf der Agraringenieur unter anderem auch einen Blick auf die Auswirkungen des Ukrainekriegs: „Durch die Krise bekommt das Thema ‚Versorgungssicherheit' als Aufgabenschwerpunkt der Landwirtschaft nochmals ein anderes Gewicht und das ist auch gut so. Aber dies wird immer im Gleichklang stehen müssen mit unserer Verantwortung für Klimaschutz (inklusive Wasser), Biodiversität und Tierwohl." Zum Umbau der Tierhaltung sieht Forstreuter weiterhin die Vorschläge der Borchert-Kommission als Benchmark: „Für die gesellschaftlich gewollte Transformation im Bereich der Tierhaltung braucht es eine langfristige Planungssicherheit, ähnlich wie es das EEG für die Transformation im Bereich der Energie war."

Markus Weiß formulierte in seinem Bericht zur Lage der Landwirtschaft die Politik gerade auf Bundesebene zum Handeln auf: „Einige Äußerungen von Cem Özdemir haben uns zu Beginn Hoffnung gemacht, unter anderem, dass es nicht sein könne, dass von einem Euro für Lebensmittel nur 20 Cent bei den Erzeugern ankommen. Da gehen wir als Bauernverband natürlich voll mit, aber da muss auch endlich etwas passieren." Mut mache das Bekenntnis des Ministers zu den Vorschlägen der Borchert- und der Zukunftskommission Landwirtschaft, so Forstreuter.

Mit Blick zurück auf die seit letzter Woche abgeschlossene Runde der 27 Winterversammlungen begrüßte Herr Weiß überdies die acht neugewählten Ortsverbandsvorsitzenden im Kreisverband namentlich. Dies sind Daniel Bölker (Borken, Grütlohn, Westenborken), Frank Ehling (Velen), Michael Garbert (Rhede-Vardingholt), Martin Kortbuß Bernd Mönstermann (Asbeck), Stefan Nabers (Alstätte) und Markus Sälker (Wessum-Ottenstein). Im Kreisverband Borken sind die Vorsitzenden der Landwirtschaftlichen Ortsverbände automatisch auch Mitglied im Kreisvorstand. Markus Weiß zeigte sich auch mit dem Verlauf der Wahlen zufrieden: „Wir sind jünger und weiblicher geworden: Und dies nicht, weil wir es mussten, sondern weil wir es können und weil wir es wollen."

Zur diesmal deutlich freier gehaltenen Tagesordnung der Winterversammlungen mit weniger Fachvorträgen kam aus der Runde der Ortsverbandsvorsitzenden einhelliges Lob. Die aus den Erfordernissen der Corona-Pandemie geborene Idee zur Verkürzung des offiziellen Programmteils der Versammlungen und einer Ausweitung der offenen Aussprache sei bei vielen Mitgliedern gut angekommen. Fachbezogene Vorträge wurden im letzten Jahr von Kammer und Verband deutlich häufiger in digitalen Schwerpunkt-Veranstaltungen angeboten, zuletzt noch Anfang März mit einer Videokonferenz zum Stand der GAP-Novelle ab 2023 mit fast 600 Teilnehmern. Die anlassbezogene Verlagerung der Fachthemen in Einzelveranstaltungen soll auch in Zukunft in Teilen beibehalten werden. „Künftig müssen wir für die Winterversammlungen wieder einen gesunden Mix zwischen festem und lockerem Programm finden", so Weiß.

Markus Weiß in Stadtlohn

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