Große Liesner bleibt Vorsitzender im Veredlungsausschuss

24. Mai 2022

König-Lehmkuhl skizziert Situation am Schweinemarkt

Mastschweinehalter Heinrich Große Liesner aus Stadtlohn (Foto: Mag doch jeder)

Mastschweinehalter Heinrich Große-Liesner aus Stadtlohn bleibt Vorsitzender im Veredlungsausschuss des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Borken. Die aus allen 32 Ortsverbänden in den Ausschuss delegierten Mitglieder wählten den Diplom-Agraringenieur bei der konstituierenden Sitzung am Freitag in der Kreisgeschäftsstelle in Borken einstimmig zu ihrem Sprecher.

Damit vertritt der 50-Jährige den Kreisverband weiterhin auch als Delegierter im Fachausschuss auf WLV-Landesebene. Als weitere Delegierte in den Fachausschuss wählen die Anwesenden Philipp Deelmann (Borken-Weseke), Ludger Gröting (Südlohn), Christian Plate (Ahaus-Graes) und Thomas Siehoff (Vreden-Ellewick). Alle Wahlen erfolgen einstimmig.

Die neue WLV-Veredlungsreferentin Manuela König-Lehmkuhl skizziert im Anschluss die aktuell schwierige Situation an den Märkten. Die Kombination der Effekte aus Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, Afrikanischer Schweinepest (ASP) und zunehmender Klimadiskussion mit Maßnahmen zur Minderung des CO2-Ausstoßes habe Auswirkungen auf alle Glieder der Erzeugungs- und Vermarktungskette. Der anhaltend kritische gesellschaftliche Diskurs über die Tierhaltung sowie die Abnahme der Verbräuche trifft auf eine nunmehr seit Jahren herrschende Unsicherheit hinsichtlich der Rahmenbedingungen und mangelnde Planungssicherheit.
„In der Folge wird die Zahl der Betriebe, die ihre Viehhaltung reduzieren oder gar aufgeben, zunehmen", so König-Lehmkuhl.

Die Ausschussmitglieder diskutieren in der Aussprache mit Frau König-Lehmkuhl und Jörg Sümpelmann als Ausschuss-Geschäftsführer vor allem die Themen CO2-Fußabdruck, „Abfederung" beim Ausstieg, Selbstversorgungsgrad und die Herkunftskennzeichnung an der Ladentheke mit 5D (Fleischvermarktung ausschließlich von Tieren, die in Deutschland geboren, aufgezogen, gemästet, geschlachtet und verarbeitet werden).

Insgesamt berichten die Ausschussmitglieder von teils sehr schlechter Stimmung im Berufsstand. Gleichzeitig unterstreichen verschiedene Mitglieder gerade auch deswegen die Notwendigkeit für öffentlichkeitswirksame Aktionen zur Steigerung der Akzeptanz der landwirtschaftlichen Tierhaltung.

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