Immer mehr Probleme mit Vogelfraß-Schäden im Mais

04. Juni 2022

Schadensbilder der Auswirkungen von Krähen und Dohlen

Auch im Westmünsterland werden Krähen und Dohlen zu einem immer größeren Problem für die Ackerbauern. Vor allem auf frisch mit Mais eingesäten Feldern ziehen die schwarzen Vögel die jungen Triebe aus dem Boden und picken den für sie äußerst schmackhaften Mehlkörper ab. Zurück bleibt der dann kaputte Pflanzenkörper und immer auch ein Landwirt, dessen Ernte vernichtet wurde, lange bevor sie begonnen hat. So ist es auch Christoph Garriß aus Grütlohn und Christian Sundermann aus Marbeck ergangen. Die beiden Borkener Landwirte schildern im Video auf ihrem zu Großen Teilen kahl-gepickten Ackerflächen, wie der Vogelfraß im Mais passiert. Garriß schildert auch die Hilflosigkeit, mit der er zusehen musste, wie Felder heimgesucht wurden: „Weder das Aufstellen von Vogelscheuchen noch das aktive Vergrämen: Nichts hat geholfen. Da soll sich der Städter mal überlegen, wie das für ihn wäre, wenn in seinem Garten alle Blumen rausgerupft werden und er nichts dagegen machen darf. Das wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Es ist zum Heulen."

Wie konnte es so weit kommen?

Seitdem ab 2020 ein gegen Vogelfraß vorbeugendes Beizmittel aufgrund vermuteter negativer Effektive auf die Bienengesundheit verboten worden war, zeigt sich eine zunehmende Gefahr für den Mais und andere Kulturpflanzen, die zurzeit mit den vorhandenen Pflanzenschutzmitteln oder alternativen Verfahren nicht abgewendet oder kontrolliert werden kann. Landwirte wie Christoph Garriß fühlen sich allein gelassen: „Uns gehen immer mehr die Wirkstoffe aus, um unsere Pflanzen und Ernten effektiv zu schützen. Ein einziges Trauerspiel."

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