ASP in Niedersachsen rückt Biosicherheit erneut in den Fokus

06. Juli 2022

Aufruf an alle Schweinehalter / Leitfaden hilft bei Seuchenprävention

Mit dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in einem Hausschweinebestand in Emsbüren (Landkreis Emsland) ist das Seuchengeschehen gerade mal noch 30 Kilometer von der Grenze zum Kreis Borken entfernt. Die Schweinehalter im Kreis Borken sind alarmiert und sind dazu angeraten, ihre Schutzmaßnahmen hochzuhalten. Für Menschen ist das Virus ungefährlich.

Der WLV auch auf Ebene des Kreises Borken befindet sich hierzu im Austausch mit den verantwortlichen Stellen. Mit Stand vom Montag (4. Juli) hat der Kreis Borken dem Kreisverband hierzu mitgeteilt, dass aus dem betroffenen Betrieb keine Ferkel in den Kreis Borken gelangt sind. "Wir hier haben daher aktuell keine Seuchenlage!", stellt WLV-Kreisgeschäftsführer Jörg Sümpelmann klar. Die von den niedersächsischen Behörden ausgewiesene Beobachtungszone, in der strikte Auflagen gelten, endet aktuell an der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen.

Das Borkener Kreisveterinäramt und der WLV-Kreisverband richten einen dringenden Appell an alle Betriebe, Hygiene- und Schutzmaßnahmen unbedingt hochzuhalten.

Eine wichtige Hilfestellung hierzu kann ein Leitfaden aus Niedersachsen zu „Biosicherheit in Schweinehaltungen" bieten. Dieser war im November 2021 veröffentlicht worden als Ergebnis einer gemeinsamen Arbeitsgruppe mit Vertretern der Niedersächsischen Tierseuchenkasse, des Landvolks sowie weiteren Experten. Der Leitfaden beinhaltet praktische Checklisten, um auf dieser Grundlage auch den Anforderungen des EU-Rechts gerecht zu werden.

Daten werden geladen …

powered by webEdition CMS