Gerstenernte im Kreis Coesfeld ist in vollem Gange

12. Juli 2022

Die ersten Drescher rollen wieder durch den Kreis Coesfeld und zeigen es: Die Gerste macht, wie immer, den Auftakt unter den Getreidesorten und wird derzeit geerntet. „Sobald das Getreide reif ist, fahren wir Landwirte zur Ernte auf die Äcker, je nach Wetterlage dauert es nur einige Tage, bis das Korn dann eingefahren ist" erklärt Tobias Großerichter, Vorsitzender im Arbeitskreis für Öffentlichkeitsarbeit im Landwirtschaftlichen Kreisverband Coesfeld und Landwirt aus Herbern. Ertrag und Qualität der Gerste scheinen in diesem Jahr gut zu sein. Die Ergebnisse schwanken jedoch je nach aktueller Wetterlage und Bodenverhältnissen sehr, sodass eine vorzeitige Prognose schwierig ist.
Die nun geerntete Wintergerste wurde bereits im Herbst des Vorjahres ausgesät, neben Weizen ist Gerste eine der am häufigsten angebauten Getreidesorten. „Gerste wird vor allem in der Schweinemast sowie zur Fütterung der Sauen benötigt. Die geernteten Körner werden entweder direkt auf dem Hof eingelagert oder zur Mischfutterproduktion an den Handel verkauft" erklärt Tobias Großerichter. Oft wird nicht nur das Getreide selbst geerntet, sondern auch die verbleibende Pflanze. Diese wird zunächst mehrere Tage weiter auf dem Feld getrocknet und schließlich als Stroh in Ballen gepresst. Das Stroh wird dann beispielsweise als Einstreu für Rinder oder Pferde genutzt. Wird das Stroh nicht in Ballen gepresst und verbleibt auf den Feldern, wird es zur Humusbildung genutzt.
Abhängig von den Wetterverhältnissen in den nächsten Wochen kann sich die Getreideernte noch bis in den August hineinziehen. Auf die Ernte folgen dann die Stoppelbearbeitung und die Aussaat der Zwischenfrüchte. Auf die Gerstenernte folgt die Ernte von Weizen und Triticale, Ende September macht dann die Maisernte den Abschluss. Bis dahin befahren die Landwirte mit Ihren großen Maschinen auch Wirtschaftswege, die ebenfalls von Radfahrern, Autofahrern und Fußgängern genutzt werden. Die Landwirtinnen und Landwirte bitten deshalb um gegenseitige Rücksichtnahme und ein gutes Miteinander auf den Wirtschaftswegen, um so Konflikte vermeiden zu können.

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