Milchausschuss lädt Molkereivertreter ein

02. März 2022

Starke Diskussion in Meschede

Im Bild von links: Kreisverbandsvorsitzender Josef Schreiber; Peter Manderfeld, Vorstandsvorsitzender von Hochwald; Hans Stöcker, Vorsitzender der Landesvereinigung Milch und gleichzeitig Vorstandsmitglied bei Campina; Stefan Fuchte, Vorsitzender des Milchausschusses HSK; Robin Decker, Stellvertreter. Hintere Reihe von links: Helmut Stuck, Leiter Milchverwaltung und Erzeugerberatung Hochwald Foods GmbH; Brigitte Wullenweber, stellvertretende Distriktvorsitzende Campina; Meinolf Bödefeld, Vorstand Hochwald Milch e.G.  (Foto: Barbara Kruse, WLV)

Die Preisentwicklung der Milch unter Berücksichtigung der aktuellen Marktlage und der Standpunkt der Molkereien zu den geplanten Haltungsstufen des Lebensmitteleinzelhandels standen im Mittelpunkt der Sitzung des Milchausschusses im Landwirtschaftlichen Kreisverband Hochsauerland am Dienstag in der Mescheder Halle Sauerland.

Dessen Vorsitzender Stefan Fuchte aus Eslohe hatte mit Hans Stöcker, Vorsitzender der Landesvereinigung Milch und gleichzeitig Vorstandsmitglied bei Campina, Peter Manderfeld, Vorstandsvorsitzender von Hochwald, Helmut Stuck, Leiter Milchverwaltung und Erzeugerberatung Hochwald Foods GmbH, Meinolf Bödefeld, Vorstand Hochwald Milch e.G., und Brigitte Wullenweber, stellvertretende Distriktvorsitzende Campina, eine hochkarätige Runde gewinnen können.

Die Molkereivertreter prognostizierten einstimmig eine Steigerung des Milchpreises in diesem Jahr, wegen der steigenden Nachfrage und des geringeren Angebotes würde in der zweiten Jahreshälfte ein weiterer Anstieg des Auszahlungspreises erwartet.

Zu den Haltungsstufen des Lebensmitteleinzelhandels sagten die Vertreter der Markenmolkereien, die im Gegensatz zu reinen Butter- und Pulverproduzenten die Herausforderung haben, zusätzlich ihre Produkte am Markt zu platzieren, dass sich „Haltungsstufe 2" derzeit etablieren würde. Die Stufen drei und vier würden vom Handel zwar angefragt, fänden aber nicht genügend Abnehmer.
Zufrieden waren die rund 30 anwesenden Mitglieder des Ausschusses mit der zögerlichen Preiserhöhung nicht, die Kosten stiegen derzeit rapide und der Milchpreis müsse deutlich höher werden. Einig war sich die Versammlung aber in dem Punkt, dass die ehrenamtlichen Vertreter des Berufsstandes in den Molkereien eine wichtige und schwierige Arbeit leisteten und sie selbstverständlich auch einen Blick auf die Ansprüche des Handels haben müssten. Aber dass das Niveau der Bezahlung des hochwertigen Produktes Milch auf ganzer Ebene angehoben werden müsse, solle Anliegen aller sein. Dazu gehöre unbedingt die gesellschaftliche Akzeptanz, die durch und eine starke Öffentlichkeitsarbeit und Werbung erreicht werden müsse.
In der engagierten Debatte wollte Helmut Stuck einen Punkt aus der Welt geräumt sehen, der bei den Bauernfamilien immer wieder für Entsetzen sorgt: „Lassen Sich nicht von den Anzeigenprospekten der Lebensmittelgeschäfte irritieren – der Verkaufspreis in den Läden hat NICHTS mit dem Milchauszahlungspreis zu tun, da hat der Handel seine eigenen Gesetze!" (Barbara Kruse, WLV)

 

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