MdL Winkelmann spricht mit Mutterkuhhaltern

01. März 2022


Die Landtagsabgeordnete Bianca Winkelmann (CDU, Sprecherin Bereich Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz) besuchte auf Einladung des Mutterkuhausschusses des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Hochsauerland den Hof Markus Frigger in Brilon.
Dazu schreibt Lothar Borgmann, Mitglied des Mutterkuhausschusses, folgenden Bericht:
„Es war eine gute Gesprächsrunde mit dem Mutterkuharbeitskreisvorstand, WLV-Kreisvorstand,
WLV- Stadtverbandsvorstand Brilon und der FHB-Vertretung.
Die in der Mutterkuhhaltung für „selbstverständlich" angesehenen Standards, wie Weidehaltung, Stroheinstreu, ein sehr hohes Maß an Tierwohl, Kleinstparzellenbewirtschaftung und weitere, dürfen und müssen wir uns über Fördergelder (ausreichend) honorieren lassen.
Unsere Forderungen an die CDU Politik, an Frau Winkelmann, zu den GAP Ausgestaltungen haben wir nochmals klargestellt.
- Bei der unzureichenden Förderung der Grünlandbewirtschaftung muss dauerhaft nachgebessert werden. Wir appellieren hier für eine Art „Daseinsvorsorge" mit einem fixen Baustein für Grünland. Dauergrünland ist aktiver Klimaschutz durch hohe CO2 Speicherung und sorgt zudem für viel Biodiversität.
- Strohprämie in der Mutterkuhhaltung nachjustieren.
Die Prämie muss an den höheren Strohbedarf in der Mutterkuhhaltung angepasst werden.
- Förderbausteine der GAP 1. Säule, Vorschläge für die finale Ausgestaltung in der 2. Säule.
Wir hatten bereits der Ministerin Frau Heinen-Esser eine Aufstellung der zu erwartenden Verluste für Grünlandbetriebe aus der 1 Säule ab 2023 mitgegeben. Hier heißt es nun, in der 2. Säule Förderbausteine für Grünlandbetriebe einzubringen. Weideprämie entsprechend auch bei Mutterkühen (+ Kälbern). Weidehaltung bedeutet ein hohes Maß an Tierwohl und Biodiversität.
Mit jedem Kuhfladen fördern wir auch die Insektenvielfalt!
Die gekürzte Ausgleichszulage muss wieder vollumfänglich gezahlt werden.
Wir liegen nun einmal mit unseren Betrieben tatsächlich in einem von der Natur benachteiligten Gebiet.
- Die Förderung von Grünland-Kleinflächen analog zur Förderung von Ackerbau-Kleinflächen. Grünlandwirtschaft darf in der Förderkulisse nicht weiter dem Ackerbau hintenanstehen.
- Klare und sachliche Meinung zum Wolf von Frau Winkelmann, Problemtiere müssen zeitnah entnommen werden. Der Wolf bedarf nicht der Fürsorge von Naturschutzverbänden. Er ist ein neues „Mitglied" in unserer Kulturlandschaft geworden und sollte ganz sachlich und fair, mit allen Rechten und Pflichten, wie andere Raub- und Wildtiere auch, ins Jagdrecht aufgenommen werden.
- Erleichterungen kleiner Betriebe von diversen Dokumentationspflichten
Als Beispiel haben wir hier die Erstellung der Nährstoffbilanzen genannt.

Weitere Themen haben wir Frau Winkelmann mit auf den Weg gegeben.
Die Möglichkeit der Umwandlung von Forstkalamitätsflächen in Grünland, sowie, anstatt weiterer quantitativer Naturschutzgebietsausweisung, doch bitte die Qualität der bestehenden Naturschutzgebiete zu erhalten.
Das Gespräch mit Frau Winkelmann wollen wir gerne offenhalten.
In der Diskussionsrunde waren wir uns einig, um die Landwirtschaft in familiengeführten Betrieben in Deutschland aufrecht zu erhalten, bedarf es der Unterstützung von Politik und Anerkennung in der Gesellschaft."

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