Hinweise zur Anbauplanung Herbst 2014 für Greening und Düngeverordnung

27. August 2014

Zwei Bereiche des Greening sind mit der Ackerfläche verbunden: Anbaudiversifizierung und ökologische Vorrangfläche. Hierzu kurz der aktuelle Stand:

Anbaudiversifizierung

  • Freigestellt von der Anbaudiversifizierung sind u.a. Betriebe mit weniger als 10 ha Ackerfläche, Betriebe des ökologischen Landbaus und Betriebe mit mindestens 75 % Grünlandanteil, wenn die restliche Ackerfläche 30 ha nicht überschreitet.
  • Betriebe zwischen 10 und 30 ha Ackerfläche: Mindestens zwei verschiedene Kulturen, Hauptkultur max. 75 % am Ackerland.
  • Betriebe über 30 ha Ackerfläche: Mindestens drei verschiedene Kulturen, Hauptkultur max. 75 %, die beiden größten Kulturen zusammen max. 95 % am Ackerland.
  • Kulturliste wird noch erstellt. Geplant ist aber, dass z. B. Weizen, Gerste, Mais und Raps jeweils eine Kultur darstellen sollen. Sommer und Winterkulturen sind getrennte Kulturen (z. B. Sommer- und Wintergerste).

Bereitstellung ökologischer Vorrangfläche

  • Befreit von der Verpflichtung sind Öko-Betriebe und u.a. Betriebe mit nicht mehr als 15 ha Ackerfläche oder mindestens 75 % Grünlandanteil und restlicher Ackerfläche unter 30 ha.
  • Betriebe weisen mind. 5 % ihrer Ackerfläche als ökologische Vorrangfläche (ÖVF) aus. Als ÖVF können u.a. Brache, Landschaftselemente, Puffersteifen, Zwischenfrüchte und Leguminosen angerechnet werden. Hinweis: Der für das Antragsjahr 2015 maßgebliche Anbau von Zwischenfrüchten hat nach der kommenden Ernte zu erfolgen.
  • Gewichtungsfaktoren: Z. B: 1,5 bei Pufferstreifen (1 ha Pufferstreifen → 1,5 ha ÖVF); Landschaftselemente je nach Typ: 1,0 bis 2,0; Brache: 1,0; Leguminosen: 0,7; Zwischenfrüchte: 0,3
  • Für Zwischenfrüchte gilt weiter: Aussaat bis spätestens 01.10., mindestens zwei Arten, keine mineralische Düngung, kein Klärschlamm, kein chemisch-synthetischer Pflanzenschutz
  • Über zulässige Kulturenliste bei Zwischenfrüchten und viele weitere Details für ÖVF wird noch zwischen Bund und Ländern beraten. Anrechnung von Agrarumweltmaßnahmen (z. B. Blühstreifen, Uferrandstreifen) soll unter Abzug von Prämie in der 2. Säule möglich sein (NRW-Programmentwurf in Brüssel eingereicht).

Düngeverordnung

  • Novellierung geplant, es gelten weiter die bisherigen Regeln: u.a. Verbot von organischen Düngern (Ausgenommen Festmist ohne Geflügelkot) auf Grünland vom 15.11. bis 31.01. und auf Acker vom 01.11. bis 31.01. Keine Herbstaufbringung von Gülle, Jauche etc. u.a. bei Getreide nach Silomais und Winterweizen nach Mais, Raps, Kartoffeln, Zuckerrüben, Gemüse und Leguminosen.

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