21. April 2015
Folgende Hinweise zu Dauergrünland bitten wir unsere Mitglieder zu beachten. Für Fragen stehen wir zur Verfügung.

Folgende Hinweise zu Dauergrünland bitten wir unsere Mitglieder zu beachten. Für Fragen stehen wir zur Verfügung.

Eine Ackerfläche wird nach über fünf Jahren Ackerfutteranbau hintereinander oder nach über fünf Jahren Stilllegung mit Grasnarbe automatisch zu Dauergrünland, der Ackerstatus entfällt. Nach dieser Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes behindert der Wechsel des Grünfutters und damit ein Wechsel der Kodierung (z.B. Ackergras, Kleegras) nicht die Dauergrünlandentstehung. Bundeseinheitlich gilt die Regelung nun ab dem Basisjahr 2010. Das heißt in der Praxis: Der Nutzungscode im Agrarprämienantrag 2015 entscheidet darüber, ob eine betroffene Fläche, die bisher noch Ackerstatus hat, zu Dauergrünland wird.

Es ist daher mit dem diesjährigen Agrarprämienantrag zu prüfen, ob langjährige Stilllegungen oder Ackerfutterflächen wieder mit „echten Ackerkulturen“ zu bestellen sind, um den Verlust des Ackerstatus zu verhindern.

Wichtig ist das vor allem auch auf Pachtflächen. Wird eine als Acker gepachtete Fläche „aus Versehen“ zu Dauergrünland, hat der Verpächter Schadensersatzansprüche, wenn der Pächter die gepachtete Ackerfläche als Dauergrünland zurückgibt.

Es gilt zu beachten, dass zwischen am 01. Januar 2015 bereits bestehendes „altes“ Dauergrünland und nach dem 01. Januar 2015 neu entstehendes Dauergrünland zu differenzieren ist. Bei „altem“ Dauergrünland ist die Umwandlung nur mit vorheriger Genehmigung und mit Anlage von Ersatzgrünland möglich. Besonderheiten bestehen auch in ausgewiesenen FFH- Gebieten.

Bei Zweifelsfragen wenden Sie sich an Ihren WLV- Kreisverband Lippe oder Ihre Kreisstelle der Landwirtschaftskammer in Brakel.

 

Hinweis zum Dauergrünland ( Dateigröße: 164 KB)

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