DBV-Marktinformation Ackerbau KW 14/2016 vom 08.04.2016

12. April 2016

Weizenkurse in Paris folgen US-Weizen ins Minus

Schwache Vorgaben aus Übersee bescherten Weizen in Paris zur Wochenmitte kräftige Verluste. Ein gegenüber dem US-Dollar fester Euro drückt nun zusätzlich auf die Kurse. Mit 1,14 USD notiert der Euro aktuell so hoch wie seit Februar 2015 nicht mehr. Das könnte die zuletzt lebhafte Nachfrage nach EU-Ware etwas trüben. Der Fronttermin für Weizen in Paris notierte mit 153,75 EUR/t zuletzt 1,50 EUR/t unter Vorwochenniveau. Die Maiskurse in Paris konnten sich ebenfalls behaupten. Der Fronttermin schloss am Mittwoch mit 154 EUR/t sogar leicht über dem für Weizen. Der Rückgang gegenüber Vorwoche ist mit 1,25 EUR/t etwas geringer.
Beim Export über die Seehäfen laufen die Geschäfte derzeit gut. Sie bringen allerdings keine Impulse, die für einen Preisauftrieb ausreichen würden. Von den Exportgeschäften profitiert weiterhin vor allem der Norden. Im Süden werden die teilweise ebenfalls noch vergleichsweise großen Vorräte an Weizen nur langsam abgebaut. Viele Beobachter sind sich einig, dass die großen Vorräte durch das momentane Verkaufstempo nicht im nötigen Umfang abgebaut werden, als dass sie die kommende Ernte nicht belasteten. Insofern bleiben dann auch die Verkäufe von 2016er Weizen immer noch eher die Ausnahme. (Quelle: AMI)

Rapskurse in Paris behauptet

Schwache Rohöl- und Sojabohnenkurse haben den Druck auf die Rapsnotierungen in Paris in den vergangenen Tagen deutlich erhöht. Die Kurse konnten sich dem allerdings gut widersetzen und sich zuletzt sogar über Vorwochenniveau halten. Dafür sind vor allem die

 

Palmölkurse verantwortlich, die im Hinblick auf eine rückläufige Erzeugung in Südostasien ihren Aufwärtstrend fortsetzen und dadurch dem Rapsölhandel Impulse bieten. Der Fronttermin für Raps in Paris näherte sich vor diesem Hintergrund zu Wochenbeginn der Marke von 370 EUR/t und konnte sein Niveau seitdem halten. Spätere Termine gaben leicht nach, der erste Termin für die Ernte schloss mit 357,50 EUR/t. (Quelle: AMI)

DBV-Erklärung fordert sachgerechte Pflanzenschutz-Zulassungspolitik

Der Deutsche Bauernverband hat eine sachlichere, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und Bewertungen basierende Diskussion über Pflanzenschutzmittel und deren Anwendung angemahnt. Dies geht aus einer Erklärung zur Pflanzenschutz-Zulassungspolitik hervor, die der erweiterte DBV-Verbandsrat verabschiedet hat. Das Gremium warnt davor, dass „in der öffentlichen Diskussion zunehmend vom Grundsatz der wissenschaftlichen Risikobewertung abgewichen, die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln im Grundsatz in Frage gestellt und gleichzeitig der Nutzen des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln verkannt wird“.
Die Erklärung geht auf vier aktuelle Themenfelder ein und enthält die Lösungsvorschläge seitens des DBV. Gefordert wird, Pflanzenschutzmittel nach wissenschaftlichen Maßstäben zuzulassen, die Zulassung nicht für agrarpolitische Ziele zu instrumentalisieren und die Zulassung endlich wirksam zu harmonisieren. Ferner wird der Grundsatz betont, den Einsatz der Pflanzenschutzmittel auf das notwendige Maß zu beschränken, so wie dies im Integrierten Pflanzenschutz und im Nationalen Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln vorgegeben ist.
Die vollständige Erklärung findet sich unter www.bauernverband.de/erklaerung-pflanzenschutz2016.

Grafik der Woche

Kontakt: Deutscher Bauernverband e.V., Dr. Astrid Rewerts, Tel: 0 30/ 3 19 04-4 30, E-Mail: a.rewerts@bauernverband.net
(Für Ab- und Umbestellungen kontaktieren Sie bitte Ihren zuständigen Landesverband)

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