Mitgliederbrief Januar 2017

03. Februar 2017
Mit diesem Mitgliederbrief informiert der Vorsitzende über Aktuelles.

Liebe Mitglieder,

der Januar 2017 ist schon wieder vorbei.

Er war geprägt von Diskussionen rund um das Thema Offensive Nachhaltigkeit des WLV. Nachdem unser Verband den ersten Schritt getan hat und anhand eines konkreten Handlungsrahmens Visionen, Ziele und Zwischenschritte aufzeigte, fühlen sich aber jetzt der DBV, aber auch die DLG bemüßigt, ihrerseits Ideen zu veröffentlichen, die teilweise über unsere Zielvorstellungen herausgehen. Dies muss nicht schlimm sein, sollte aber auch wirtschaftlich darstellbar und vor allem realisierbar sein. Unserer Arbeitsgruppe ging es um Perspektiven für die Landwirtschaft  bis 2030.

So gab es auf der „Grünen Woche“ in Berlin schon einiges an Diskussionsstoff, zumal ja auch Bundeslandwirtschaftsminister Christian  Schmidt das staatliche Tierwohllabel ankündigte.

Wem sollen diese ganzen Label und Zusatzvereinbarungen nutzen? Der Kunde hat da schon lange aufgegeben, mir geht es ähnlich. Es kann nicht sein, dass die Landwirtschaft als Rohstoffproduzent immer neue Rahmenbedingungen (ob Haltungsform oder Anbauverfahren) beachten soll.

Der Handel verlagert die Produktverantwortung und einige Meinungsmacher entwickeln daraus ein Geschäftsmodell. Die Erzeuger aber sollen zu Bedingungen wie im Mienenabbau in Südafrika (Arbeiten bis zur Selbstaufgabe) hochwertige Nahrungsmittel für noch weniger Geld herstellen. So entwickelt sich die Landwirtschaft zu einem Geschäftsmodell, aber nicht zum Nutzen für die Landwirte. Der WLV hat ein vernünftiges gesetzeskonformes Modell entwickelt. Dazu bedarf es keiner Steigerungen.

Als Verband werden wir uns weiter intensiv für eine Machbarkeit in der Produktion einsetzen. Momentan läuft vom WLV die Imagekampagne: „Wir machen …“.        Die Resonanz ist bisher durchweg positiv. Vielen ist auch das zu wenig, aber auch hier gilt: Lieber das Machbare als das Unerreichbare.

Ich freue mich schon auf unsere Jahresmitgliederversammlung am 15.02.2017 in Marpetal. Mit Absicht habe ich Repräsentanten aus der Region eingeladen. Es ist sinnvoll, dass wir mit den Aufgaben und Berührungspunkten der unterschiedlichen Institutionen und Behörden in Lippe vertraut sind.

Ich durfte in den vergangenen Jahren erfahren, dass wir im gegenseitigen Vertrauen und offenen, manchmal auch kontroversen Gesprächen für alle zu guten Ergebnissen gelangen. Ich hoffe, dass sich dieses gute Klima in den Gesprächen rund um das Grundwasser fortsetzt, da uns allen klar sein dürfte, dass eine deutliche Trendumkehr in den Nitratwerten frühestens 2030 zu erzielen sein wird.

Vertreten Sie bitte zahlreich Ihren Berufsstand an unserer eigenen Jahresmitgliederversammlung.

Ein einheitliches Bild bewirkt mehr als tausend Worte.

Ich freue mich auf Sie!

Ihr
Dieter Hagedorn
(Vorsitzender)

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