Mitgliederbrief 2/2017

12. April 2017
Mit diesem Mitgliederbrief informiert der Vorsitzende über Aktuelles.

Liebe Mitglieder,

dieses Frühjahr erlaubt es, die Außenarbeiten bei  guter Befahrbarkeit zu erledigen.

Genauso wichtig ist es aber, dass nun endlich Sicherheit über die neue Düngeverordnung besteht, auch wenn sie zur Erlangung der Gültigkeit erst noch unterschrieben werden muss. Das Land NRW in Person von Minister Remmel versuchte in letzter Minute, zahlreiche Ver-schärfungen durchzusetzen, u.a. 120kg N aus Organik und Unterlassung der Phosphat-Düngung bei Versorgungsstufe C.

Ich hatte Gelegenheit, Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt persönlich zu dem Ablauf der Geschehnisse zu hören. Er war empört darüber, dass Herr Remmel alle vorher getroffenen Verabredungen nicht einhalten wollte, betonte aber gleichzeitig, dass die anderen Bundesländer vor allem durch die Beständigkeit der Landesbauernverbände dann nicht umgeschwenkt sind, trotz gewisser Sympathien. Auch durch den guten fachlichen Austausch zwischen Bundesministerium und DBV  wurde die Diskussion erfolgreich zu Gunsten der Landwirtschaft beendet.

Ich möchte noch einmal betonen, dass jede Verschärfung den ohnehin schon starken Druck auf die Fläche verschärft. Am Ende hätte es nur Verlierer gegeben, denn auch ein Verpächter muss sich fragen, wie lange eine Pacht zu zahlen ist, die nicht in der laufenden Produktion erwirtschaftet wird.

Weitere Betriebsentwicklungen, auch im Stallbaubereich wären nicht finanzierbar, sind aber letztendlich zum Absatz unserer Produkte notwendig. Eine Fruchtfolge besteht nicht nur aus Brotweizen, Zuckerrüben und Raps.

Ich glaube, es ist wichtig, dass wir unsere Anbauverfahren, unsere Produktion an Hand der neuen DVO spiegeln und ohne Denkverbote ausrichten. Zum Beispiel, ob eine Leguminose da noch Platz hat, wie der Mais zu bewerten ist und ob wir trotz neuem EEG mit Mais und Raps noch chancenreiche Absatzmärkte haben. Genauso kritisch in der Bilanzierung ist der Backweizen und wie passt die Zuckerrübe?

Ich denke, hier gibt es viele Überlegungen, die tief in unser Wirtschaften eingreifen. Ich sehe hier aber auch eine große Chance, unsere Betriebe modern und zukunftsfähig auszurichten, wo möglich in Nährstoffkooperationen, um den Druck in die Fläche zu vermeiden und die Böden mit Organik zu versorgen.
Aber auch hier sind intelligente Lösungen gefordert. Wir können auf Dauer die Straßen nicht mit dem Transport von Wasser belasten.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Osterfest und frohe Stunden!

Ihr
Dieter Hagedorn
(Vorsitzender)

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