KV Aktuell Biodiversitätsveranstaltung im Kreis Lippe

19. Januar 2018
Mit diesem Schreiben informiert der Vorsitzende über Aktuelles.

Sondierungsverhandlungen zur Großen Koalition

Liebe Mitglieder!

Das Jahr verspricht einiges an Anforderungen, auch wenn die Belange der Landwirtschaft gesehen werden.

Zuerst einmal ist festzuhalten, dass die Gefahr der Afrikanischen Schweinepest mittlerweile von allen gesehen wird und Handlungsbedarf erkannt wurde (s. Anschreiben WLV ASP).

Am letzten Wochenende fand eine große Tagung zum Thema Biodiversität,  initiiert vom Kreis Lippe, statt. Einigkeit herrscht über das Ziel: Erhalt und Förderung der Artenvielfalt. Ich denke, ich muss an dieser Stelle nicht erneut auf die ganzen Publikationen zum Thema Artenrückgang hinweisen.

Schwierig wird es dann bei den Wünschen aller Beteiligten, die von den Umweltverbänden schon eher als Forderung formuliert wurden. Seitens der Forstwirtschaft und auch von meiner Seite wurde deutlich aufgezeigt, dass wir positive Ergebnisse in unseren Betrieben erzielen wollen und müssen. Sowohl für die Landwirtschaft als auch den Forst gilt, dass wir über unsere Bewirtschaftung weniger Fläche pro erzeugtem Gut benötigen als Importregionen, wo stärker in den Naturhaushalt eingegriffen wird. Letztlich wird sonst das gute Gewissen zu Lasten anderer Regionen erkauft, oder wie ich gerne betone: wenn man in einer Gunstregion lebt, ist das auch eine Verpflichtung. Das soll nicht heißen, dass Ressourcen geplündert werden, sondern verantwortungsbewusst be- und gewirtschaftet wird. Dieses, liebe Berufskollegen, attestiere ich Ihnen gerne. Ich verhehle allerdings nicht, dass es auch in unserem Berufsstand schwarze Schafe gibt und dass wir alle jeden Tag aufs Neue lernen. Wir verweigern uns nicht neuen Erkenntnissen, so sie denn fundiert sind.

Ich möchte Sie gerne überzeugen, Möglichkeiten zu erarbeiten, wo wir den Vorstellungen der “Naturschützer“ (sind wir auch) entgegenkommen können, ohne unsere Bewirtschaftung stark einzuschränken. Wer Muße hat, kann ja einmal meinen Vortrag vom letzten Samstag nachlesen. Ich betrachte dies als Diskussionsgrundlage.

Was nun die Sondierungsvorschläge angeht, so sollten wir aufmerksam sein. Zum einen freut mich, dass ein Landverbrauchsziel von 30 ha/Tag vereinbart wurde (momentan 80-100 ha /Tag in Deutschland).

Aber spätestens der Satz: „Der gesellschaftlich geforderte Wandel in der Landwirtschaft und die veränderten Erwartungen“ lassen mich nicht in Ruhe. Hier zeigt sich, wie stark unser Wirtschaften in Zukunft dem Zeitgeist unterliegen soll. Als vorderstes Beispiel in Sondierungsgespächen der Politik !! befindet sich das Thema Glyphosat, das gerade erst wieder eine rechtliche Grundlage hat (Verlässlichkeit??).

Sie werden also verstehen, dass ich die gesellschaftliche Diskussion sowohl im Naturschutz als auch im politischen Bereich fortsetzen werde, und ich bitte Sie alle: mischen Sie sich ein.

Bitte lesen Sie den kurzen Auszug der Sondierungen. Ich habe mich auf den landwirtschaftlichen Teil beschränkt.

Uns allen wünsche ich ein Frühjahr, das wenigstens die Aussenarbeiten in ein erfreuliches Licht bringt.

Ich wünsche Ihnen allen ein erfolgreiches und gesundes Jahr.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Hagedorn
Vorsitzender

Anlagen Biodiversitätsveranstaltung ( Dateigröße: 287 KB)

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