Mitgliederbrief August 2019

16. August 2019
Mit diesem Mitgliederbrief informiert der Vorsitzende über Aktuelles.

Liebe Mitglieder,

die Getreideernte ist nun zu großen Teilen abgeschlossen.
So wie in ganz Deutschland, ist sie auch hier in Lippe stark unterschiedlich in Menge und Qualität. Geschuldet ist dies der Verfügbarkeit von Wasser.
Wir müssen erkennen und akzeptieren, dass die Sortenauswahl in der Zukunft wesentlich von der Stress – und Trockentoleranz abhängig sein wird.
Bei solchen Ertragslagen müsste man von einem guten Marktpreis ausgehen können. Dieser wird allerdings vom Weltmarkt und den Börsenstimmungen niedrig     gehalten.
Hier zeigt sich wieder einmal, wie richtig die Ausgleichszahlungen der EU sind.
Nämlich als Ausgleich für die ungleichen Marktbedingungen.
Mit dem Raps und der Zuckerrübe haben wir zwei Früchte, die unsere Fruchtfolgen über Jahre bereichert haben, die sich aber im harten Marktwettbewerb kaum noch behaupten können.

Hier zeigen sich die Grenzen, wenn zum einen der Preis drückt, zum anderen aber Ertragsfortschritte in Frage gestellt werden, da uns die begleitenden Pflanzenschutzmittel schlicht fehlen. Auch hier stellt sich die Frage des Preises. Es sollte nicht vergessen werden, das 60 -70% der Honigtracht Rapshonig ist.
Ähnlich verhält es sich bei der Zuckerrübe. Diese hat ebenfalls eine gute Fruchtfolgenleistung und zusätzlich wird oft eine Zwischenfrucht vorweg gestellt.
Ich hoffe, dass es uns gelingt, beide Früchte in einem Umfang weiter anzubauen, der eine lohnende Verarbeitung ermöglicht. Sollte die verarbeitende Struktur erst einmal weggebrochen sein, sind diese Früchte im Anbau für uns verloren.
Vielleicht sollten wir hier einmal schauen, was wir selbst für den Absatz tuen.
Wir haben natürlich über Anbauer-Verbände, den Bauernverband und über eine starke UFOP teilweise neue Märkte erschlossen, die aber politisch teilweise wieder nicht mehr gewollt waren. Ich erinnere an Rapsölmotoren, die Beimischung von Rapsöl in Treibstoffen oder aber auch die Industrierübe.

Viele haben betont, dass es wichtig wäre, wieder eine Organisation wie die CMA zu gründen. Radiowerbung pro Landwirtschaft aus anderen Bundesländern wurde von uns bewundert. So war es zwangsläufig ein Auftrag aus dem Berufsstand, dass sich der WLV mit der Gründung einer solchen Gesellschaft beschäftigte, die auf Basis der Freiwilligkeit Geld aus dem Berufsstand sammelt zur besseren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit .Eine solche Organisation braucht natürlich auch einen verlässlichen Haushalt – Werbung ist teuer.

Meine Damen und Herren, ich bin unglücklich über Termin und Art der Anschreiben. Es ist aber wichtig, dass wir uns selbst um unsere Zukunft kümmern. Dieses gelingt nur in einen starken Verband. Nur so war es uns möglich, die „Landwirt schafft   Leben GmbH“ zu gründen (www.landwirt-schafft-leben.de). Wir verweisen auf unsere E-Mail vom 12.07.2019. Lassen Sie uns bitte nicht in der Rückschau verharren, was alles hätte besser laufen können, sondern einig nach vorne aktiv die Marke Landwirtschaft unterstützen.

Letztlich hat jeder für sich seine Zukunft in der Hand. Von einer starken Landwirtschaft profitieren alle. Egal ob Pächter, Verpächter Eigentümer oder Verbraucher.

Bitte unterstützen Sie uns.

Dieter Hagedorn
Vorsitzender LLHV

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