Rote Gebiete und Insektenschutz

12. Februar 2021

Liebe Mitglieder,

gestern war ein wichtiger Tag:

1.

In Berlin wurde das Insektenschutzprogramm weiter auf den Weg gebracht, verbunden mit starken Einschränkungen im Pflanzenschutz. Dazu überreichen wir im Anhang das WLV Rundschreiben 13/2021 und die WLV Presseerklärung. Zu beachten ist, dass hier heute noch kein abschließendes Gesetz verabschiedet wurde, aber ein Gesetzesvorschlag in ein Gesetzgebungsverfahren gegeben wurde. Das heißt, wir werden uns weiterhin bemühen unsere Interessen und berechtigten Einwände weiter
vorzubringen. Sprechen Sie mit Ihren Landtags- und Bundestags-abgeordneten, da die Endabstimmungen noch anstehen.

2.

Die Karte über die Gebietsausweisung der roten Gebiete in NRW ist schon vor Ende Februar überarbeitet worden und unter www.elwasweb.nrw.de abrufbar. Die Reduzierung der Kulisse auch in Lippe ist einerseits zurückzuführen auf die messstellenbezogene Betrachtung in roten Grundwasserkörpern und andererseits haben niedrigere N-Salden im Mittel der Jahre 2017-2019 in vielen Gemeinden den Umfang der nitratbelasteten Flächen verkleinert. Diese positive Entwicklung bei den N-Salden zeigt somit deutlich, wie gewissenhaft und gewässerschonend wir Landwirte mit der Düngung unserer Kulturpflanzen sind. Sehr viele Betriebe haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten großen Aufwand auf sich genommen, um ihre Düngung auch mit Hilfe der Beratung in der Wasserkooperation weiter zu verbessern. Genau dies müssen wir in der öffentlichen Diskussion klar herausstellen. Auch wenn dies nun wesentlich günstiger aussieht, gibt es durchaus noch berechtigte Fragen für noch ausgewiesene Gebiete. Deswegen fordert der WLV weiterhin, dass der einzelne Betrieb über seine N-Bilanz die Ausnahme seiner Flächen ermöglichen kann. Zudem ist das Regionalisierungsverfahren zur stärkeren Berücksichtigung unbelasteter Messstellen zu nutzen. Diese Punkte sind auch in den zahlreichen Veranstaltungen des Verbandes immer wieder angebracht worden. Neben der nitratbelasteten Kulisse gilt mein und der Einsatz des WLV der Kulisse der eutrophierten Gebiete.

3.

Gestern Abend griff der Kreisverband in Gütersloh unter der Leitung von Andreas Westermeyer mit unserem Präsidenten Hubertus Beringmeier, Frau Ministerin Heinen Esser, Herrn Borchert und Herrn Brinkhaus die drängenden Fragen des Berufsstandes auf. Die Situation in der schlechten Marktlage, neue drängende Gesetzgebungen von Tierhaltung über Pflanzenschutz-anwendungsverbote zum gesamten Insektenprogramm bis zu den Ideen aus der EU zur Erreichung der Klimaziele. Vieles ist kritisch zu sehen und wird auch von der Politik so wahrgenommen. Wichtig bleibt, dass Verabredungen eingehalten werden! Für mich sieht das in Puncto FFH Gebiete nicht so aus.

Wir werden diese Themen weiter begleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Hagedorn
- Vorsitzender -

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