KREISVERBAND Aktuell

10. Juni 2021

„BOWLING - Bauern in OstWestfalen-Lippe

Für Insekten-, Natur- und Gewässerschutz" ist das Regionale 2022-Projekt der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft und des WLV-Bezirksverbandes OWL in Kooperation mit der Westfälisch-Lippischen Landjugend.
Das Projekt setzt auf ehrenamtliches Engagement: Landwirtinnen und Landwirte können alleine oder gemeinsam mit weiteren gesellschaftlichen Gruppen einfache, aber ökologisch funktionale Maßnahmen für den Natur- und Artenschutz auf der Hofstelle und in der offenen Kulturlandschaft durchführen. Ziel ist es, einen positiven Beitrag zum Erhalt und zur Wiederherstellung verschiedener Lebensräume zu leisten, das ökologische Bewusstsein auszubauen und den Dialog zwischen der Landwirtschaft und der Gesellschaft in ganz OWL weiterzuentwickeln.
BOWLING wird durch die Stiftung Westfälische Landschaft sowie durch die Stiftung LV Münster des Landwirtschaftsverlags finanziell unterstützt. Ideelle Unterstützer sind die beiden Heimatverbände (WHB und LHB), sowie die LWK NRW.
Alle Interessierten, die sich für den Umwelt- und Naturschutz in ländlichen Regionen engagieren möchten, werden hiermit angesprochen und von der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft naturschutzfachlich zu Maßnahmen beraten, die einfach in der Umsetzung, aber effektiv in ihrer Wirkung sind. Mögliche Maßnahmen können die Aufwertung und Wiederherstellung teils vergessener Landschaftsstrukturen sein, wie beispielsweise die:
- Pflege von Hecken und deren Aufwertung mit Wildobst
- Aufwertung von artenarmen Wald- und Wegesäumen, Feldwegen und Böschungen
- Wildackeroptimierung
- Entschlammung von Kleingewässern
- Anlage von Lesesteinhaufen und „wild bee banks"
- Pflege von Kopfweiden
- Revitalisierung und Aufwertung von bereits bestehenden Streuobstwiesen
- usw.
Aufgrund der Abnahme der Artenvielfalt in zahlreichen Gebieten des Offenlandes bedarfs es v.a. des Einsatzes der Akteure vor Ort, die vorhandenen Biotopstrukturen ökologisch wertvoll zu gestalten und dauerhaft in ihrer Wertigkeit zu erhalten. Die Landwirtschaft besitzt die technischen Möglichkeiten und handwerklichen Fähigkeiten, um einen Beitrag zum Erhalt vieler bedrohter Arten zu leisten.
Das Projekt wird von Michael Stotter geleitet. Er ist mit der Natur, mit der Jagd und in engem Kontakt zur Landwirtschaft aufgewachsen. Der gelernte Landwirt hat den Master in Agrarwissenschaften in Bonn erfolgreich abgeschlossen und steht allen Interessierten zur Verfügung, um Maßnahmenmöglichkeiten vor Ort zu erkennen, diese naturschutzfachlich vorzubereiten und auch öffentlichkeitswirksam über die Regionale 2022 darzustellen.

Interessierte melden sich gerne bei:
Stiftung Westfälische Kulturlandschaft
Geschäftsstelle Herford
Michael Stotter, M.Sc. Agrarwissenschaften
Auf der Helle 16
32052 Herford
Tel.: 05221/342 04 24
Mobil: 0175/922 85 65
E-Mail: stotter@kulturlandschaft.nrw

 

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