Michael Richard wieder Vorsitzender

02. Dezember 2021

Kreisverbandausschuss tagt in Fahlenscheid

Michael Richard (rechts) und WLV-Hauptgerschäftsführer Dr. Thomas Forstreuter

Michael Richard wieder Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Olpe
Einstimmig wiedergewählt wurde der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Olpe im Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV), Michael Richard aus Lennestadt-Petmecke (rechts im Bild), bei der Sitzung des Kreisverbandsausschusses am Donnerstag in Fahlenscheid. Ebenso im Amt bestätigt wurde – in Abwesenheit – sein Stellvertreter Bernd Eichert aus Wenden. Im Beisein von WLV-Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Forstreuter (links im Bild) wählte die Versammlung zu dem den Vorstand und die Delegierten in die WLV-Ausschüsse auf Landesebene. Richard verwies insbesondere auf die Erfolge auf Kreisverbandsebene in jüngster Zeit, dazu gehören die Änderung des Regionalplans, die konzertierte Aktion von Landwirtschaft und Behörden zum Start einer großflächig angelegten Initiative zur Bekämpfung des Jakobskreuzkrautes und schließlich der gemeinsam errungene Erfolg der Mutterkuhhalter zur Einführung der der Mutterkuhprämie. Nach den Regularien entspann sich eine detaillierte Diskussion mit dem WLV-Geschäftsführer zu aktuellen Themen, wie etwa die Pläne zur Landwirtschaft im Koalitionsvertrag, den Kälbertransporten und dem in der GAP -Reform derzeit vernachlässigten Grünland.

ITW

Die in Arbeit befindlichen neuen Kriterien der Initiative Tierwohl (ITW) zur Haltungsstufe II bezeichnete Forstreuter als „durchaus machbar für jeden modernen Milchviehbetrieb." Für die Gremienarbeit würden diese Entwürfe kurzfristig zur Verfügung gestellt.

GAP

Das bei der GAP-Reform in der 2. Säule vernachlässigte Grünland, wobei besonders Öko- und extensivierte Betriebe durch den bereits vorhandenen Standard keine zusätzliche Anreiz-Förderung erhalten würden, wolle man auf Landesebene erneut politisch angehen. Der WLV sei gerade dabei, mit dem Land NRW zu verhandeln, inwieweit diese Benachteiligung durch die Landesförderung – zum Beispiel der „Ausgleichszahlung für benachteiligte Gebiete" – abfangen könne.

Mutterkuhhaltung

Der Arbeitskreis Mutterkuhhalter im Landwirtschaftlichen Kreisverband Olpe habe viele politische Kontakte geknüpft, so einer der Sprecher, Matthias Stuff. Gemeinsam mit dem gesamten WLV sei es nun wichtig, alle Kommunikationswege, im Hinblick auf die neuen Koalitionäre der zukünftigen Bundesregierung, aufrecht zu erhalten.

Zukunftskommission Landwirtschaft

Forstreuter wusste des Weiteren zu berichten, dass die berechtigte Hoffnung bestehe, dass die neue Koalition die Landwirtschaftspolitik an dem Ergebnis der „Zukunftskommission Landwirtschaft" orientiere. Man müsse jetzt darauf hinwirken, dass das neue Agrarministerium unter Führung von Bündnis90/Die Grünen sich an dem unter Beteiligung aller relevanten gesellschaftlichen Gruppen entstandenen Bericht der Zukunftskommission Landwirtschaft orientieren. Dies sei schließlich nach langem Ringen der gesellschaftliche Konsens. Für Interessierte machen wir das Papier hier noch einmal im Anhang zugänglich.

Erosionsschäden

Auf großes Interesse stieß zudem der Vorschlag von Christoph Gerlach, den Mitgliedern eine Schulung zur Vermeidung von Erosionsschäden auf Ackerland anzubieten. Vor allem im Juni bestehe die Gefahr, dass Maisfelder durch Starkregen abgespült würden. Kammer-Geschäftsführer Johannes Söbbeler stellte in Aussicht, Experten für eine solche Weiterbildung anzusprechen.

Abschlussbericht Zukunftskommission ( Dateigröße: 1184 KB)

Der Kreisverbandsausschuss tagte in der Skihütte in Fahlenscheid

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