Newsblog Kreisverband Paderborn

18. August 2021

Newsblog Kreisverband Paderborn - jetzt noch aktueller

In dieser Ausgabe berichten wir über neue Mindestabstände für Windenergieanlagen, ein Urteil zur Betriebsprämie bei Flächen mit gemischter Nutzung und erinnern an die vereinfachte Düngebedarfsermittlung.

Mindestabstand für Windenergieanlagen!
Mit dem seit Juli geltenden Gesetz zur Ausführung des Baugesetzbuchs wird in NRW ein Mindestabstand für privilegierte Windenergieanlagen von 1.000 m zu Wohngebäuden in Bebauungsplänen, Innenbereichen und Außenbereichssatzungsgebieten eingeführt. Damit hat NRW von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, Mindestabstände für Windenergieanlagen zur Wohnbebauung einzuführen. Es bleibt abzuwarten, inwieweit dies den Ausbau der Windenergie in NRW beeinträchtigt.

Betriebsprämie auch für Schafweide mit PV-Anlage!
Flächen mit gemischter Nutzung, z.B. als Schafweide und als Solarpark mit Photovoltaikanlagen sind im Rahmen der Basisprämie beihilfefähig. Dies hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof mit Urteil aus Juni 2021 zugunsten eines Schäfers entschieden. Vorausgesetzt hat das Gericht, dass die Schafbeweidung durch die Anlage nicht stark eingeschränkt ist. Dies muss für jeden Einzelfall gesondert geprüft werden. Für die Nettogrünlandflächen hat das Gericht einen Abzug der durch Fundamente für die Solarmodule versiegelten Flächen vorgenommen. Die Entscheidung gilt zunächst für den Zeitraum der bestehenden GAP-Regelungen bis 2022. Danach tritt die Reform der gemeinsamen Agrarpolitik in Kraft.

Nach der Ernte ist vor der Ernte!
Zwischenfrüchte, Winterraps, Feldfutter (Saat bis 15. September) und Wintergerste (Aussaat bis 01.10.) mit einer Getreide Vorfrucht dürfen im Herbst in Höhe von maximal 30 kg/ha Ammonium-N oder 60 kg/ha Gesamt-N bei vorliegendem Düngebedarf gedüngt werden. Diese Düngung muss im Frühjahr angerechnet werden. Denken Sie jetzt an die vereinfachte Düngebedarfsermittlung!
Wir helfen gerne weiter!

 

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