Vogelschutz kein Fremdwort für uns Landwirte im Kreis Soest

29. März 2017

Handlungsempfehlungen und Programme

„Wir Landwirte sind in der Verantwortung“, sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Soest Josef Lehmenkühler und führt weiter aus: „Der Kiebitz hat sich zum Kulturfolger entwickelt und ist auf unseren Flächen zu Hause“. Inzwischen brüteten etwa 80 Prozent der Kiebitze in Nordrhein-Westfalen auf Ackerflächen. Zunehmende Flächenversieglung durch Straßen– und Siedlungsbau würde den Lebensraum der Feldvögel weiter einschränken, sagt er.
Zeitlich trifft die Brutzeit der Kiebitze mit der Frühjahrsbestellung zusammen und deshalb ist auf diesen Flächen besondere Vorsicht geboten. Beobachten Landwirte Kiebitzpaare auf ihren noch nicht bestellten Äckern, sollten die Nester markiert und bei der Bearbeitung ausgespart oder per Hand umgesetzt werden, so die Empfehlung des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes. Wer noch mehr für den Kiebitz tun will, hat dazu mit verschiedenen Programmen Möglichkeiten. Landwirtschaftskammer und Landwirtschaftsverband beraten dazu. „Wichtig für uns Landwirte sind möglichst praktikable und unbürokratische Vogelschutzprogramme“, so Josef Lehmenkühler. Die Maßnahmen müssten sich in die landwirtschaftlichen Betriebsabläufe eingliedern lassen Dann, so die Erfahrung, sei man bei den Landwirten im Kreis Soest immer auf offene Ohren gestoßen.

Informationen zum Kiebitzschutz ( Dateigröße: 448 KB)

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