Maisernte im Kreis Steinfurt: Vorsicht und gegenseitige Rücksicht

27. September 2012

Die Maisernte ist im Kreis Steinfurt in vollem Gange. Erntefahrzeuge werden zu besonderen Verkehrsteilnehmern. Wie kann ein Miteinander auf der Straße gelingen? Welche Maßnahmen helfen, Unfälle mit schwerwiegenden Folgen zu vermeiden? Der WLV-Kreisverband und die Kreispolizei haben nach anfänglichen Problemen ein Gespräch geführt und geben danach folgende Hinweise für Landwirte und Lohnunternehmen.

Besonders im Fokus stehen eine mangelnde Ladungssicherung (Häckselgutverlust) und die Überladung der Anhänger. Dies führt zu Beschwerden aus der Bevölkerung und zur Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer. Die Kreispolizei wird – sollte der Verdacht eines Verstoßes bestehen – vermehrt kontrollieren, aber nicht „willkürlich“ Erntefahrzeuge anhalten.

Ladungssicherung

Es muss unbedingt gewährleistet sein, dass keine Ladung (Häckselgut) verloren wird. Während der Fahrt darf nichts herunterfallen (weder vom Trecker noch vom Anhänger).

Maßnahmen:

Abdeckung der Anhänger (Plane, Netze) oder geringere Füllhöhe der Anhänger (nur unterhalb der Bracken beladen), angepasste Geschwindigkeit, damit kein Häckselgut aufgewirbelt wird (insbesondere in Ortschaften), nach dem Be- und Entladen den Anhänger (Kotflügel, Heckklappe, Deichsel) und den Trecker säubern (Kotflügel, Motorhaube, Dach). Bei Verschmutzung der Fahrbahn Warnschilder aufstellen und anschließend die Straße säubern.

Beladung

Anhänger dürfen nicht überladen werden (Kegelüberladung). Über die Brackenhöhe (4 Meter) darf nicht weiter aufgebrackt werden. Verantwortlich sind Fahrer, Halter und Verlader. Bei Überladung (41,8 t) wird die Weiterfahrt untersagt.

Geschwindigkeit

Die Geschwindigkeit ist den Verkehrsgegebenheiten anzupassen. Geschwindigkeitsbegrenzungen sind – auch in Eile und unter Zeitdruck - unbedingt einzuhalten.

Defensive Fahrweise

Hat sich hinter landwirtschaftlichen Fahrzeugen auf längeren Strecken eine Autoschlange aufgebaut, eine Möglichkeit suchen, um an den rechten Straßenrand zu fahren. Das vermeidet riskante Überholmanöver. Besondere Vorsicht ist geboten bei Ein- und Ausfahrten sowie in der Dämmerung und bei Dunkelheit. Beim Abbiegen den nachfolgenden und den entgegen kommenden Verkehr im Blick haben (Ausschwenken der Fahrzeuge).

Alle Hinweise gelten für Silagefahrten im landwirtschaftlichen Bereich wie auch für Biogasanlagen. Wenn an den Erntefahr-zeugen äußerlich keine Auffälligkeiten festzustellen sind, hat die Polizei zugesagt, keine besonderen Kontrollen durchzuführen

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