Schrille Töne gegen den Tod - Landwirte und Kreisjägerschaft setzen auf akustische Wildrettung

05. April 2017

Eine preiswerte und effektive Art, möglichst viele Tiere vor dem Mähtod zu schützen, ist der akustische LJV-Wildretter. Dieses kleine, handliche Gerät stellte Josef-Eugen Hersping im Rahmen des Kreisjägertages in Saerbeck der Öffentlichkeit vor. Es wird am Mähbalken fest angebracht, ist sofort einsatzbereit und erzeugt einen unangenehm lauten und hohen Ton. Dadurch werden die Tiere von der Grünfläche vertrieben. Entwickelt wurde das Gerät von einer Gruppe aus der Kreisjägerschaft Steinfurt-Tecklenburg rund um Josef-Eugen Hersping. „Die Funktionsweise akustischer Wildretter ist schon lange bekannt, neu aber ist, dass die Landwirte für jede Mähkombination das passende Wildrettungssystem fertig vormontiert bestellen können und es nur noch befestigen müssen“, so Hersping. Für jede Mäheinheit wird ein Wildretter gebraucht. Jede Einheit können Landwirte und Lohnunternehmer bei der Kreisjägerschaft zum Selbstkostenpreis von 80 Euro beziehen. „Ein gutes und überaus sinnvolles Projekt, um die Artenvielfalt zu erhalten und zu schützen“, davon sind Kreisjägerschaft und auch der WLV-Kreisverband überzeugt. Wird die akustische Wildrettung dann noch mit anderen in der Praxis erprobten Maßnahmen kombiniert, werden die Tiere so weit wie eben möglich geschützt. Landwirt Philipp Bölling aus Altenberge hofft auf viele Berufskollegen, die wie er bald überzeugt sind: „Mähen nur noch mit Wildretter.“

(Den ausführlichen Bericht finden Sie im Pressebereich.)

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