A-Nord-Trasse: Jetzt Einwendungen erheben

25. Juni 2020
Planung A Nord

Amprion hat am 30. April 2020 die aktualisierten und endgültigen Antragsunterlagen zur Bundesfachplanung für die Gleichstromverbindung A-Nord bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) eingereicht. Die BNetzA leitet das Genehmigungsverfahren für die beabsichtigte 300 km lange Erdkabeltrasse zwischen Emden und Meerbusch-Osterath.

Verfahrensstand

Das erste Antragsverfahren in 2018 hat eine Vielzahl zusätzlicher Anforderungen an die weitere Planung bewirkt. Der nun eingereichte abschließende Antrag führt die beantragte Bundesfachplanung nach erneuter Offenlage und Erörterung von Einwendungen und Stellungnahmen zum Abschluss. Ergebnis wird die Festlegung eines einzigen Korridors mit einer Ausdehnungsbreite von nach wie vor 500 bis 1.000 Metern sein. Darüber hinaus ist Amprion verpflichtet,einen Planfeststellungsantrag auf den Weg zu bringen, aus dem die konkrete Leitungstrasse in dem zuvor bestimmten Korridor ersichtlich wird. Alle anderen bislang betrachteten Korridore scheiden dann für das folgende Planfeststellungsverfahren aus.

Weiterer Verfahrensablauf

Die Antragsunterlagen werden vom 22. Juni bis 21. Juli 2020 offen gelegt. In dieser Zeit sind  die Unterlagen ausschließlich im Internet einsehbar.

Mit Beginn der Offenlage hat jeder die Möglichkeit, bei der BNetzA eine Stellungnahme einzureichen. Die Frist zur Stellungnahme endet am 21. August 2020.

Im Herbst diesen Jahres sollen dann unter Leitung der BNetzA die Stellungnahmen zwischen den Einwendern und Amprion in einem Erörterungstermin inhaltlich besprochen werden. Im Anschluss an die Erörterung wird die BNetzA die Abschlussentscheidung zu dem Korridor fällen. Bis etwa Ende 2020 soll die Bundesfachplanung auf diese Weise abgeschlossen sein. Erst mit dem Abschluss dieses Verfahrensabschnitts wird der Korridor feststehen, in dem Amprion dann die ca. 24 Meter breite Erdkabeltrasse planen und zur Planfeststellung beantragen muss (alle anderen bis dahin diskutierten Korridore sind dann ausgeschieden).

Wir sind an Ihrer Seite

Als landwirtschaftlicher Interessenverter begleiten wir unsere Mitglieder bei allen Fragen in diesem Verfahren. Wichtig: Nur diejenigen, die fristgerecht eine Stellungnahme eingereicht haben, müssen von der Bundesnetzagentur bei einem Erörterungstermin gehört werden.

Stellungnahme/Einwendungen

Anders als in früheren Planungsverfahren, werden wir in diesem Verfahrensabschnitt keine Informationsveranstaltungen durchführen können.

Wir bieten Ihnen aber an, in der WLV-Kreisgeschäftsstelle Ihre Stellungnahme für Sie vorzubereiten. Dafür wird Ihnen auf Anfrage ein Anschreiben mit einer Anlage übersandt, in die Sie Ihre Betroffenheit eintragen können. Wir fertigen nach Ihren Angaben Ihre Stellungnahme, die Sie selbst dann fristgerecht bei der BNetzA einreichen.

Betroffene sollten sich bitte bis mindestens 14 Tage vor Fristablauf gemeldet haben, damit wir eine rechtzeitige Bearbeitung sicherstellen können.

Voruntersuchungen durch Amprion

Amprion hat darüber hinaus angekündigt, demnächst weitere Voruntersuchungen vorzunehmen. Die hiervon betroffenen Grundstücke können auf der Seite von Amprion im Internet eingesehen werden.

Diese Voruntersuchungen sind laut einem Beschluss des Bundesverwaltungsgerichtes von den Eigentümern zu dulden (Beschluss vom 17.02.2020 - 4 VR 1.20: mit diesem Beschluss zu Gleichstrom - Nr. 5 der Anlage zu § 1 Abs. 1 BBPlG – zur sog. SüdOstLink Leitung). Demnach sind (Untersuchungs-)Vorarbeiten auf zukünftigen Trassenkorridoren, auch wenn die Bundesfachplanung noch nicht abgeschlossen ist, zulässig.

Weitere Infos:

 

Eine genaue Karte der vorgesehenen Korridore sowie eine Hilfe zur Stellungnahme finden Sie im Downloadbereich für Mitglieder unter der Rubrik "Dokumente" auf dieser Seite.

Weitere Infos auch auf der Seite des KV Borken.

 

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