Erntekrone - "Wenn Landwirtschaft, dann im Kreis Steinfurt"

12. Oktober 2020

„Im Kreis Steinfurt werden wir nicht die großen politischen Weichenstellungen beeinflussen. Allerdings können und sollten wir gemeinsam hier im Kreis unseren Gestaltungsraum nutzen, damit junge Landwirte sagen können: wenn Landwirtschaft, dann im Kreis Steinfurt." Diese Botschaft brachte Albert Rohlmann, der Vorsitzende des WLV-Kreisverbandes Steinfurt, am vergangenen Donnerstag (08.10.) zusammen mit der Erntekrone ins Kreishaus.

Mit ihm freuten sich die Kreislandfrauenvorsitzende Sabine König, Reinhild Oberberghaus (Landfrauen Laer), die Kreislandwirtin Mareike Lölfer, Katharina Leyschulte vom Junglandwirteforum sowie Landrat Dr. Martin Sommer, die Dezernenten Tilman Fuchs und Carsten Rehers und die Amtsleiter Heiner Bücker (Umwelt und Planung) und Dr. Christoph Brundiers (Veterinär- und Lebensmittelüberwachung) über das von den Landfrauen Laer zum Erntedankfest stimmungsvoll geschmückte Foyer.

„Wir hoffen alle, dass wir im nächsten Jahr wieder im üblichen Rahmen Erntedank feiern können. Ich bin dennoch froh, dass wir uns hier und heute austauschen können", sagte Landrat Dr. Martin Sommer. Zwischen dem Kreis Steinfurt und der Landwirtschaft bestehe seit langem eine gelungene Kooperation: „Wir sind nicht immer einer Meinung, aber stets im Dialog geblieben", so der neue Behördenleiter. Er sei davon überzeugt, dass dies auch in der Zukunft so bleibe.

Dem konnte der WLV-Kreisverbandsvorsitzende Albert Rohlmann zustimmen und zog eine durchwachsene Erntebilanz. „Nach zwei Dürrejahren ist die Landwirtschaft im Kreis insgesamt mit einer leicht unterdurchschnittlichen Ernte zufrieden, allerdings mit großen lokalen Unterschieden je nach Niederschlägen", so Rohlmann. Die Corona-Pandemie habe viele Lebensbereiche und auch die Landwirtschaft herausgefordert. Das geänderte Verzehr- und Konsumverhalten, beispielsweise durch die Schließung von Kantinen und Gastronomie, habe die Märkte durcheinander geworfen. Der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest bei brandenburgischen Wildschweinen stelle zusätzlich eine Existenzbedrohung für die landwirtschaftlichen Familienbetriebe im Münsterland dar. Auch hier setzt der WLV-Kreisverband auf eine enge Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung.

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