Anerkennung Berufskrankheit - Aufgabezwang entfällt

06. Mai 2021

Neues aus dem landw. Sozialrecht

Seit dem 1. Januar 2021 ist es bei neun Berufskrankheiten-Ziffern nicht mehr notwendig, dass die Versicherten die gefährdende Tätigkeit dauerhaft unterlassen (sog. Unterlassungszwang). Dazu gehören insbesondere die Hauterkrankungen (5101), Sehnenscheidenentzündung (2101), Erkrankungen der Lenden- und Halswirbelsäule (2108/2109/2110) und der Atemwege (4301/4302).

Der Unterlassungszwang ist damit keine versicherungsrechtliche Voraussetzung mehr für die Anerkennung einer Berufskrankheit.

Die Unfallversicherungsträger sind verpflichtet, die Fälle wiederaufzugreifen, die nur deshalb abgelehnt wurden, weil die Versicherten ihre gefährdende Tätigkeit nicht aufgegeben haben. Wenn Sie zu dieser Gruppe gehören, erhalten Sie Post von Ihrem Versicherungsträger mit einem ausführlichen Fragebogen. Gerne sind wir Ihnen beim Ausfüllen der Unterlagen behilflich. Bitte rufen Sie uns an und vereinbaren Sie mit uns einen Beratungstermin. Sie erreichen unsere BeraterInnen in der Kreisgeschäftsstelle in Saerbeck: Tel. 02574-939260.

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