Bürgermeister für größere Wertschätzung des ländlichen Raumes

15. September 2016

Jahresgespräch mit den Landwirten

Zu einem ersten Gespräch in seiner Funktion als Bürgermeister lud Axel Linke am Dienstag die Vertreter der Landwirtschaftlichen Ortsverbände im Stadtgebiet Warendorf ins Rathaus ein. Der Bürgermeister verwies zunächst auf die finanzielle Situation der Kommune und beklagte, dass Land und Bund die Kommunen mit den derzeitigen Problemen allein lasse. Trotz erheblicher Steuermehreinnahmen bürde insbesondere der Bund den Städten und Gemeinden immer mehr Aufgaben und damit Ausgaben auf. Er betonte, dass auch dem ländlichen Raum eine deutlich höhere Unterstützung und damit Wertschätzung zuteilwerden müsse.


Die Situation der Landwirtschaft umriss Kreisverbandsvorsitzender Hermann-Josef Schulze-Zumloh: So seien die erhofften Ernteerträge aufgrund der Wetterkapriolen niedriger ausgefallen als erwartet. Vor dem Hintergrund der ohnehin schwierigen Preisentwicklung insbesondere bei den Milchviehbetrieben belaste das Ernteergebnis die Landwirte zusätzlich. Auch die konstante Kritik der Öffentlichkeit an der Landwirtschaft sei in dieser Form ungerechtfertigt: „Immerhin hat die Landwirtschaft einen hohen Anteil am  wirtschaftlichen Erfolg des Münsterlandes“, so Schulze-Zumloh.


Beim anschließenden Austausch über Straßenbau, Bahnübergänge und Baugebiete machte Paul Afhüppe deutlich, dass im Ortsverbandsgebiet Warendorf mindestens ein Bahnübergang mit einer Steuerungsanlage versehen werden müsse. Diese und andere Maßnahmen im Kreisgebiet dürften jedoch zu keinem wesentlichen Verlust landwirtschaftlicher Fläche führen, zumal die Flächensituation ohnehin angespannt sei. Darauf müsse bei den erforderlichen Ausgleichsmaßahmen geachtet werden.


Dass jedem Landwirt, der einen Bauantrag stelle, das Anlegen eines Löschteiches auferlegt werde, hält Ludger Kuhlage für unzumutbar: Dies treibe die Kosten des Bauvorhabens zusätzlich in die Höhe. Bürgermeister Axel Linke und Stadtbaudirektor Peter Pesch verwiesen in diesem Zusammenhang jedoch auf den  aktuellen Brandschutz. Herr Schulze-Zumloh wies darauf hin, dass auch hier gemeinschaftliche Lösungen mit der Stadt erzielt werden sollten.


Abschließend machte Bürgermeister Linke deutlich, dass eine Breitbandversorgung im Außenbereich für die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft unverzichtbar sei.

Foto:
Bürgermeister Axel Linke (4.v. re.) und Stadtbaudirektor Peter Pesch (li.) trafen sich zum Jahresgespräch mit Vertretern der Landwirtschaft (v.li.): Michael Klein (stellv. Geschäftsführer Kreisverband), Ludger Kuhlage, Paul Afhüppe, Matthias Finkenbrink, Peter Stork, Heinrich Sechelmann und Kreisverbandsvorsitzender Hermann-Josef Schulze-Zumloh.

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