Ernte bleibt hinter Erwartungen zurück

30. September 2016

Die Erwartungen waren hoch – und wurden enttäuscht: Die Ernteergebnisse in Westfalen-Lippe und damit auch im Kreis Warendorf sind deutlich niedriger ausgefallen als erhofft. Ursache sind die Wetterkapriolen: „Waren die Bedingungen bei der Aussaat des Getreides noch gut, fehlte später die Sonne für eine ausreichende Einlagerung der Stärke in die Körner. Die Erträge blieben damit einiges hinter dem Landesdurchschnitt zurück“, so Kreislandwirt Karl Werring bei der Übergabe der Erntekrone an Landrat Dr. Olaf Gericke.
Mit viel Aufwand war die Erntekrone in diesem Jahr von den Landwirten und Landfrauen in Sendenhorst gebunden worden. Nun hängt das stattliche Exemplar – als Dank für die gute Zusammenarbeit – in der Eingangshalle des Kreishauses.
„Wir danken Gott für unsere Ernte. Denn auch wenn sie kleiner ausgefallen ist als erhofft: Wir können uns glücklich schätzen, dass wir nicht hungern müssen. Das ist in vielen Teilen der Erde ganz anders“, so der Landwirt.

In Westfalen-Lippe blieb das Getreide (ohne Körnermais) mit 73 dt/ha rund 10 % unter dem Vorjahr zurück. Beim Winterraps wurde mit 33 dt/ha rund 16 Prozent weniger Ertrag eingefahren. Besonders gravierende Einbußen verzeichneten die Landwirte bei Körner- und Silomais: Hier fiel die Ernte ganze 17 Prozent geringer aus als im Vorjahr.
 
Der eher mäßigen Getreideernte in Westfalen-Lippe (wie auch in ganz Deutschland) stehen Rekordernten in Nordamerika, der Ukraine und der Russischen Föderation gegenüber: Nach  4 Jahren mit guten Getreideernten auf der Nord- und Südhalbkugel sind die Vorratsspeicher weltweit gut gefüllt. Das bedeutet: Die Erzeugerpreise für die Getreidebauern sind entsprechend niedrig.

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