Landwirte überreichen Ministerin Schulze einen Forderungskatalog

08. September 2020

Die Landwirtschaft als unverzichtbarer Bestandteil der Gesellschaft braucht endlich Planungssicherheit, die Politik muss in die Verantwortung genommen werden.
Beim Besuch von Bundesumweltministerin Svenja Schulze auf Hof Schmetkamp in Sendenhorst überreichte Andreas Westermann als stellv. Kreisverbandsvorsitzender einen Forderungskatalog mit den drängendsten Aufgaben. Konkret fordern die Bauernfamilien im Kreis Warendorf:
•    Höhere Produktionsstandards müssen honoriert werden
Statt die Kosten gesellschaftlicher Anforderungen auf die Betriebe abzuwälzen, muss ein Ausgleich für zusätzliche Leistungen für mehr Tierwohl geschaffen werden.
Ein Mehr an Tierwohl sowie Klima- und Umweltschutz darf nicht durch Importe aus Drittländern  mit niedrigeren Standards unterlaufen werden.
•    Bau- und Immissionsschutzrecht muss Tierwohl unterstützen
Baulichen Investitionen für ein Mehr an Tierwohl stehen oft bau- und immissionsschutzrechtliche Vorgaben entgegen. Hier müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen dringend  umfassend erleichtert werden.
•    Düngeverordnung: Belastete Gebiete räumlich differenziert ausweisen
Bei der bundesweiten Aktualisierten der nitratbelasteten Gebiete muss die Ausweisung entsprechender Gebiete nachvollziehbar und räumlich differenziert erfolgen. Dafür sind funktionstüchtige Grundwassermessstellen erforderlich, die die landwirtschaftliche Düngepraxis in der Region repräsentieren. Betriebe in nitratbelasteten Gebieten, die nachweislich nicht zu übermäßigen Nitrateinträgen beitragen, sind von weiteren Auflagen zu befreien.  
•    Insekten gemeinsam schützen
Zahlreiche Vorgaben, von der kommunalen bis zur europäischen Ebene, zielen auf besseren Insektenschutz. Allerdings richten sich die Forderungen nach verschärften Regeln alleine gegen die Landwirtschaft. Die Landwirte bekennen sich zu ihrer großen Verantwortung, betrachten den Schutz der Insekten jedoch als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Ein wesentlicher Beitrag ist eine konsequente Reduzierung des Flächenverbrauchs.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze war auf Einladung des heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten Bernhard Daldrup nach Sendenhorst gekommen, um gemeinsam – auch mit Bürgermeisterkandidatin Katrin Reuscher - über Natur- und Artenschutz zu sprechen. Der landwirtschaftliche Kreisverband war vertreten durch Andreas Westermann und Dr. Matthias Quas. Auch Kammerpräsident Karl Werring war vor Ort.

Das Foto zeigt die Ministerin im Gespräch mit (v.li.) dem SPD-Bundestagsabgeordneten Bernhard Daldrup, Kammerpräsident Karl Werring und dem stellv. Kreisverbandsvorsitzenden Andreas Westermann.

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