Breitbandausbau schreitet voran - Mindestens Passivanschluss empfohlen!

09. Oktober 2020

Der Breitbandausbau in den Außenbereichen schreitet voran. Nachdem im Mai der symbolische erste Spatenstich erfolgte, haben die Tiefbauarbeiten und Hausstiche bereits in Ostbevern, Ennigerloh und Sassenberg begonnen. Bis zum Ende des Jahres sollen in insgesamt acht Städten und Gemeinden mit dem Verlegen der Bauarbeiten begonnen werden. In den nächsten Wochen und Monaten starten daher im Kreisgebiet noch die Bauarbeiten in Ahlen, Telgte, Drensteinfurt, Beelen und Wa-dersloh.
Bedingt durch die Corona-Lage konnte das ausführende Unternehmen Deutsche Glasfaser nicht wie gewohnt Informationsveranstaltungen vor Ort anbieten. Daher gab es sogenannte Online-Bauinfoabende, wo verschiedenste Informationen zum Ausbau per Videokonferenz vermittelt worden sind.
Für die Beratung zu Vertragsinhalten oder Hausanschlüssen hat Deutsche Glasfaser zurzeit sechs Baubüros im Kreisgebiet eröffnet. Die genauen Adressen und Öffnungszeiten finden Sie auf der Homepage des Kreises Warendorf unter www.gigabit.waf.de. Hier werden zudem aktuelle Informationen veröffentlicht und häufig gestellte Fragen beantwortet.
Wichtig: Sie müssen selbst aktiv werden, um den Glasfaseranschluss zu bekommen. Sie können einen aktiven Vertrag abschließen, um das schnelle Internet und die Festnetztelefonie über Deutsche Glasfaser direkt zu nutzen. Oder Sie schließen einen Gestattungsvertrag ab und bekommen so einen Passivanschluss. Dann ist eine spätere Buchung der Dienste immer noch möglich. Ein kostenloser Anschluss nach Abschluss der Bauarbeiten ist nicht mehr möglich. Wir empfehlen Ihnen mindestens einen Passivanschluss zu wählen!
Bis zum Ende des Projekts werden im gesamten Kreis Warendorf etwa 2500 Kilometer Tiefbauarbeiten durchgeführt, bei denen verschiedene Bauweisen zur Verlegung der Kabel angewandt werden. Neben der bekannten offenen Bauweise etwa durch den Minibagger kommen auch die Erdfräse sowie das gesteuerte Spülbohrverfahren und die Erdrakete zum Einsatz.
Die häufigste Verlegemethode im gesamten Kreisgebiet wird aber das sogenannte „Peter Pflug Verfahren" sein. Dabei handelt es sich um eine Einpflugtechnik, bei der Leerrohre parallel zur Fahrbahn verlegt werden. Die Grundlage für diese Technik ist ein starker Baggerausleger, der verschiedene Komponenten benutzen kann, um sich an die diversen Bodengegebenheiten wie anzupassen. Das System „Peter" beschreibt ein Gesamtsystem aus Pflug, Kabeltransport, Kabelverlegung und Verdichtung, um effizient Kabel bzw. Leerrohre zu verlegen.
Bei den verschiedenen Verfahren kann es dazu kommen, dass unterirdische Kabel oder Rohre beschädigt oder zerstört werden können. Um dies zu verhindern, wenden Sie sich dann, wenn Leitungen betroffen sein können, an Ihr zuständiges Baubüro. Dort besprechen Sie die weitere Vorgehensweise.

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