Landwirte und Jäger warnen vor Wildwechsel

15. September 2021

Die Maisernte steht unmittelbar bevor. Bereits in den nächsten Tagen ziehen im Kreis Warendorf die ersten Maishäcksler ihre Bahnen. Für die Wildtiere bricht damit eine stressige Zeit an, da sie ihre Deckung verlieren und neue Futter- und Ruheplätze suchen müssen. „Wenn mehrere Hektar Mais am Tag geerntet werden, setzt das die Tiere enorm unter Druck. In der Regel sucht das Wild den nächstgelegenen Wald oder ein Feld mit Zwischenfrüchten auf. Aber bis sie ihren neuen Einstand angenommen haben, dauert es eine Weile", so Hermann-Josef Schulze-Zumloh, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes. Er bittet daher alle Autofahrer, während der Erntearbeiten und in den Tagen danach besonders achtsam zu fahren, um bei einem plötzlichen Wildwechsel rechtzeitig reagieren zu können.
Auch der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Warendorf bittet um besondere Vorsicht: „In den Maisfeldern halten sich auch bevorzugt Wildschweine auf. Die Allesfresser sind eigentlich dämmerungs- und nachtaktiv. Aber während der Erntezeit queren sie auch tagsüber die Straßen. Hat ein Wildtier die Fahrbahn überquert, muss man immer mit nachfolgenden Tieren rechnen", so Josef Roxel. In solchen Situationen rät der Deutsche Jagdverband, die Scheinwerfer abzublenden, zu hupen und kontrolliert zu bremsen. Kommt es dennoch zu einem Wildunfall, ist die Unfallstelle zu sichern und die Polizei zu verständigen.

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