Ernteerträge im guten Durchschnitt - aber weniger als erhofft

30. September 2021

Die Ernteerträge im Kreis Warendorf sind gut. Nach den letzten drei Dürrejahren gab es endlich wieder mehr Niederschlag – wenn auch nicht immer passend zum jeweiligen Pflanzenwachstum. Dennoch hat sich die Lage gegenüber den Vorjahren etwas entspannt. Die Landwirte sind mit den Erträgen größtenteils zufrieden. „Die Landwirtschaft ist abhängig vom Klimawandel. Das birgt viele Risiken", so Landrat Dr. Olaf Gericke in seinem Rückblick auf ein wechselhaftes Jahr. Er nahm die Erntekrone, die in diesem Jahr von Landwirten, Landfrauen und Landjugend in Ahlen-Vorhelm gebunden worden war, dankend entgegen und betonte die gute Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft.
„Die Getreideernte liegt im guten Durchschnitt - mit den üblichen regionalen Unterschieden. Allerdings sahen die Bestände zunächst besser aus, als nachher im Korntank. Da hatten wir uns mehr erhofft", so Kreisverbandsvorsitzender Hermann-Josef Schulze-Zumloh. Trotzdem ist die weltweite Nachfrage nach Getreide höher als die globale Ernte und die Getreidepreise liegen rund 5 EUR je Doppelzentner über dem Vorjahr. Je nach betrieblicher Ausrichtung ist dies ein Vor- oder Nachteil: Landwirte, die Getreide verkaufen, profitieren von dieser Entwicklung. Bauern, die für ihr Vieh Futtermittel zukaufen, müssen tiefer in die Tasche greifen.
Beim Grünland konnten gute Erträge und gute Masse erzielt werden. Damit konnte endlich wieder genug Futter für die Tiere von den eigenen Flächen geholt werden. Die Maisernte ist in vollem Gange und lässt auf gute Erträge hoffen. „Da werden wir wohl nicht enttäuscht", so der Kreisvorsitzende Schulze-Zumloh. Insgesamt war die Vegetation aufgrund von Niederschlag und kühlem Frühjahr rund zwei Wochen später dran als üblich.
Die klimatischen Extreme der vergangenen Jahre bereiten den Landwirten Sorge. „Die klimatischen Veränderungen zeigen, dass wir mit der Ressource Wasser schonender umgehen müssen", so Margret Möllmann, Vorsitzende der Kreislandfrauen. Aber auch der gesellschaftliche Druck belastet die Bauern zunehmend. „Wir fragen uns, ob wir überhaupt noch erwünscht sind und wieviel der Gesellschaft die Lebensmittelproduktion im eigenen Land wert ist", so Schulze-Zumloh.

Das Bild zeigt (v.li.): Ulrich Bultmann (LWK-Geschäftsführer), Paul Verenkotte (Vorstandsmitglied), Margret Möllmann (Kreislandfrauenvors.), Dr. Matthias Quas (Kreisgeschäftsführer), Landrat Dr. Olaf Gericke, Martin Volking (hockend, Landwirt und „Hausherr" der Veranstaltung), Hermann-Josef Schulze-Zumloh (Kreisverbandsvors.), Petra Schreier (Ordnungsdezernentin), Ulrich Averberg (Ortsverbandsvors.), Maria Bühlmeyer (Temasprecherin Landfrauen Vorhelm) und Kreisveterinär Dr. Andreas Witte.

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