„Bauer sein ist cool"

08. April 2022

Herforder Junglandwirt Jonas Bohnenkamp will mit Homestory und Großplakat Landwirtschaft sichtbar machen

Bildautor: WLV

„Landwirtschaft, das ist meins." Seine Liebe zum Beruf möchte Jonas Bohnenkamp aus Herford-Elverdissen sichtbar machen. Mit Homestorys und Plakaten werben Junglandwirte und -landwirtinnen aus Ostwestfalen-Lippe für einen der schönsten Berufe der Welt. Jonas: „Das Arbeiten in und mit der Natur erfüllt mich."

 

Herford-Bielefeld / WLV (Me) Gerade besucht er die Fachschule für Agrarwirtschaft in Herford. Gleichzeitig arbeitet er auf dem elterlichen Betrieb in Herford-Elverdissen: Der 21– jährige Junglandwirt Jonas Bohnenkamp liebt seinen Beruf: „Bauer sein ist cool." Gemeinsam mit elf weiteren Jungbäuerinnen und Jungbauern aus Ostwestfalen-Lippe möchte er die Landwirtschaft sichtbarer machen.

Unter dem Motto: „Naturverbunden – die Umwelt im Blick" ist Jonas schon bald auf einem der Großplakate zu sehen. Auf dem Foto begutachtet er das wachsende Getreide. Dieses Großplakat ist entstanden aus seinem Siegerfoto zum Wettbewerb Bildkommunikation des Landwirtschaftlichen Bezirksverbandes Ostwestfalen-Lippe mit der Fachschule für Agrarwirtschaft in Herford.

Im Team gemeinsam

Jonas Bohnenkamp kommt vom Hof. „Das Arbeiten in und mit der Natur erfüllt mich", so der Jungbauer. Der elterliche Hof mit Schweinen und Ackerbau hat sich mit weiteren benachbarten Höfen zusammengeschlossen. „Wir arbeiten im Team zusammen", erklärt er. „Das gemeinsame Arbeiten und zusammen Entscheidungen zu treffen macht mir großen Spaß".

Klima- und Umweltschutz

Neben all den Veränderungen, die die Landwirtschaft mit sich bringe, bleibe der Kern seiner Arbeit seit Jahrtausenden der gleiche: der Umgang mit Lebewesen, Umwelt und Natur. „Themen wie Umwelt-, Ressourcen – und Klimaschutz sowie Tierwohl sind uns Landwirten ganz wichtig", unterstreicht Jonas. Dies möchte er nach außen tragen mit seinem Motto: „Naturverbunden – die Umwelt im Blick". So setze die Hofgemeinschaft im Ackerbau beispielsweise auf vielfältige Fruchtfolgen. Jonas: „Wir bauen neun verschiedene Ackerfrüchte an. Neben Getreide wie Gerste und Weizen, die Ölfrucht Raps, die Zuckerrüben und die Leguminosen Ackerbohnen und Markerbsen." Und natürlich gehörten Zwischenfrüchte und Blühmischungen dazu. Diese dienen als Futter und Rückzugsort für die vielen Insekten, dazu fördern und erhalten sie die Bodenqualität. Nicht nur das: „Außerdem werten blühende Ackerstreifen unser Landschaftsbild auf, das freut auch uns Menschen", so der junge Landwirt.

Im Ackerbau hat es ihm besonders die Landtechnik angetan. „Mithilfe der Digitalisierung können wir sehr genau arbeiten", berichtet der 21-Jährige. „Das erleichtert nicht nur die Arbeit, es ist gut für unsere Umwelt und Natur".

Ukrainekrieg erfordert neues Denken in der Landwirtschaft

Seine Meinung: Vor dem aktuellen Hintergrund des Krieges in der Ukraine sollten Forderungen wie die Stilllegung von vier Prozent der Felder überdacht werden, ist der Jungbauer, ebenso wie Kreisverbandsvorsitzender Hermann Dedert der Ansicht: „Wir können die Erzeugung der Lebensmittel nicht immer weiter verringern und dabei vor drohenden Hungersnöten in anderen Ländern die Augen verschließen. Hier ist Augenmaß gefragt und gerade bei uns ist eine quantitative und qualitativ hochwertige Erzeugung unter Berücksichtigung des Natur- und Umweltschutzes möglich", erklärt Dedert, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Herford-Bielefeld.

Wunsch für die Zukunft?

Junglandwirt Jonas wünscht sich für die Zukunft „mehr Respekt und vor allem Perspektiven für einen der schönsten Berufe, die es gibt. Aber auch mehr Vertrauen in unsere Arbeit. Wir arbeiten nach bestem Wissen und Gewissen und haben eine lange Ausbildung hinter uns."

„Bauer sein ist cool": Warum?

Das erzählt der landwirtschaftliche Nachwuchs auf der Webseite des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) www.wlv.de/generation-zukunft-2022. Dort sind die Homestorys der zwölf jungen Leute in voller Länge zu lesen, die demnächst in OWL auf den neuen Plakaten zu sehen sind.

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