"Erntekrone ist keine Folklore"

07. Oktober 2019

Bauern und Bäuerinnen im Kreishaus Meschede

Übergabe der Erntekrone im Kreishaus in Meschede (Foto: Pressestelle Hochsauerlandkreis)

„Erntekrone symbolisiert Zusammenhalt und ist keine Folklore“

Bauern und Bäuerinnen zum Erntedankfest im Kreishaus

 

Bild mit Symbolkraft: Unter der üppig geschmückten Erntekrone zeigen sich die Vertreter der Landwirtschaft aus dem Hochsauerlandkreis gemeinsam mit Landrat Dr. Karl Schneider im Foyer des Kreishauses in Meschede. Alljährlich wird das Zeichen der Landwirtschaft zum Erntedankfest in der Kreisstadt überreicht, um in guter Tradition für die diesjährige Ernte zu danken. Bei dem kleinen Festakt berichtete Josef Schreiber aus Medebach, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, aber auch, dass das zweite Trockenjahr in Folge den Landwirten immer noch Sorgen bereite. Schreiber wörtlich: „Viele Betriebe mussten Futter zukaufen, das Gras ist nicht genug gewachsen. Der Mais hat einiges wieder gut gemacht, besser sieht die Bilanz beim Getreide aus. Insgesamt haben wir aber im Schnitt 20 Prozent weniger Erträge.“

 

Landrat Schneider freute sich über den Besuch: „Dieses Verhältnis
zwischen Kreis und Landwirtschaft steht auf der Basis guter Kommunikation. Das ist
gemeinsame Tradition und diese sollte - so sehe ich es - auch
kontinuierlich fortgesetzt werden. Das Aufhängen der Erntekrone hier im
Kreishaus Meschede zählt zu dieser Tradition. Das ist keine Folklore,
sondern hat eine tiefere Bedeutung."

 

Für die Briloner Landfrauen erläuterte deren Vorsitzende Reinhild Tacken die neue Aktion des Landfrauenverbandes unter dem Motto "Gib Plastik einen Korb".

Man sollte die Natur schützen und beim Einkaufen darauf achten, weniger Produkte in Plastikverpackungen zu kaufen. In zwei Körben hatten sie Produkte als Geschenk mitgebracht – einmal von Plastik umhüllt und im anderen Korb unverpackte Waren.

Die Landfrauen rufen dazu auf, dem Verbrauch an Plastik entgegenzusteuern.

 

Interessant wurde abschließend der Austausch mit dem Nachwuchs in der Landwirtschaft: Drei Schüler der Höheren Landbauschule in Meschede diskutierten mit Landrat Schneider die Bedeutung der Digitalisierung für die Landwirtschaft. Die „5 G an jeder Milchkanne“ seien für moderne landwirtschaftliche Betriebe inzwischen eine Notwendigkeit. Landrat Dr. Karl Schneider pflichtete den Schülern bei, dass der Breitbandausbau im Hochsauerlandkreis dringlich sei: „Wir brauchen schnelles Internet, um die ländliche Region nach vorne zu bringen.“

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