Getreideernte im Schlussspurt

18. August 2014

Lippe/wlv (Re) In weiten Teilen des Kreises befindet sich die Getreideernte jetzt in der letzten Etappe. Deshalb ist den heimischen Bauern gutes, trockenes Wetter herzlich willkommen. „Wenn das Wetter mitspielt, wird bald in großen Teilen Lippes die Getreideernte zum Abschluss kommen“, so der Vorsitzende des Lippischen Landwirtschaftliche Hauptvereins Dieter Hagedorn. „Noch steht etwa 40 Prozent des Weizens auf dem Acker, vor allem in den Höhenlagen, da dieser bisher noch nicht reif war.“

Hagedorn spricht von einer zufriedenstellenden Ernte, jedoch mit schlechteren Preisen als in den Vorjahren. „Allerdings führten Niederschläge und schlechte Befahrbarkeit der Felder zu Ernteerschwernissen, hinzu kamen teilweise erhöhte Trocknungskosten des Getreides“, schildert der Vorsitzende.

Die Witterung war in diesem Jahr durch einen fast nicht vorhandenen Winter und einem feuchten Frühjahr sowie einer Erntezeit ohne längeren Standwetter geprägt. „Zum Glück blieben wir von den sintflutartigen Regenmengen wie im Raum Münster oder in Bünde und Kirchlengern Ende Juli verschont.

Ein guter Teil der sommerlichen Ernte konnte mit Unterbrechungen durch Regenschauer eingebracht werden. Bei der Wintergerste, die naturgemäß als erste Getreidekultur gedroschen wird, liegen die Erträge im guten Durchschnitt, schwanken jedoch regional. Ähnlich sieht es bei Roggen, Triticale (Kreuzung aus Weizen und Roggen) und Hafer aus: Die Landwirte konnten hier ebenso eine zufriedenstellende Ernte einfahren. Auch beim Raps fiel die Ernte im Schnitt gut aus. „Insgesamt können wir mengenmäßig von einer sehr zufriedenstellenden Ernte sprechen, natürlich gibt es regionale und witterungsbedingte Unterschiede“, so der Vorsitzende.

Was machen die Preise? Die Erlöse könnten aus landwirtschaftlicher Sicht wesentlich besser ausfallen. „Die Preise liegen aktuell unter den Erstellungskosten, etwa 30 Prozent unter denen der letzten zwei Jahre“, erklärt der Vorsitzende. Da weltweit eine gute Ernte erwartet wird und da das EEG (Erneuerbare Energien-Gesetz) die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen erschwert, wird sich diese Situation so schnell nicht ändern.

Hagedorn: „Die noch im Herbst zu erntenden Früchte – Mais und Zuckerrüben - präsentieren sich gut und lassen gute Erträge erhoffen. 

 

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