Umweltministerkonferenz in Hamburg: „Wir brauchen sachgerechte Diskussionen“

14. November 2019

Demo-Hamburg Kooperation statt Verbote – Dialog statt Konfrontation"- unter diesem Motto demonstrierten Bauern wie Andreas Westermeyer (Kreisverbandsvorsitzender Gütersloh, Dr. Thomas Forstreuter (WLV-Fachreferent beim Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband), Hubertus Beringmeier (Bezirksverbandsvorsitzender OWL und Dominik Schmedt (Junglandwirt aus Stemwede)

Minden-Lübbecke /WLV (Re) „Kooperation statt Verbote – Dialog statt Konfrontation"- unter diesem Motto demonstrierten Bauern am Donnerstag (14. November 2019) beim Treffen der Umweltminister in Hamburg auf dem Gänsemarkt in Hamburg. Mit dabei waren mehr als 20 Landwirte und Landwirtinnen aus dem Kreis Minden-Lübbecke. Sie haben erneut, nach den Protestaktionen im Oktober in Bonn, Minden-Lübbecke und Paderborn ihre Kritik an der aktuellen Politik deutlich gemacht.

Kooperieren statt Verbieten

„Wir möchten klarstellen, wir Landwirte demonstrieren nicht gegen Umwelt –, Tier– oder Insektenschutz. Es geht vielmehr darum, als Experten auf diesem Gebiet wahrgenommen zu werden und zukünftig unsere Meinung stärker einbringen zu können“, unterstreicht Dominik Schmedt, Junglandwirt aus Stemwede, Mitorganisator des Schlepperkorso jüngst im Kreis Minden-Lübbecke. „Damit Gesetze nicht über unsere Köpfe hinweg gemacht werden, sondern mit uns zusammen.“ Damit die Erfahrungen der Landwirte aus der Praxis, der täglichen Arbeit gehört werden. Damit die Zukunft nicht mit Verboten verhindert, sondern mit Lösungen gestaltet wird, damit die Bauernfamilien mit ihren Höfen weiterhin überleben können.

Die Bauern wehren sich gegen die maßlose Auflagenflut und werben dafür: Gemeinsam statt gegeneinander, kooperieren statt verbieten. Es muss fachkundig erfolgen. „Wir brauchen eine sachgerechte Diskussion“, untermauert Schmedt. Die Landwirtschaft werde ihren Teil zur Lösung der anstehenden Probleme beizutragen. „Das erwarten wir aber auch von allen anderen, etwa auch von der Gesellschaft, wenn es darum geht, an der Ladentheke faire Preise zu zahlen“, betont Hubertus Beringmeier, Vorsitzender den Landwirtschaftlichen Bezirksverbandes Ostwestfalen-Lippe. Die Bauern fordern kooperativen Natur- und Wasserschutz, eine fachlich begründete Düngeverordnung, eine sachgerechte Bewertung für den Pflanzenschutz und eine Kurskorrektur bei MERCOSUR, für einen fairen Handel und gleiche Umwelt- und Sozialstandards.

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