Bauern setzen mit Mahnfeuern Zeichen Lichterkette durch den Kreis am Samstag-Abend

06. Dezember 2019

Minden-Lübbecke /WLV (Re) Mit einer Lichterkette aus Feuerschalen und Schleppern vom Mindener bis ins Lübbeckerland sowie diversen Mahnfeuern wollen die Landwirte und Landwirtinnen aus dem Mühlenkreis am Samstagabend (07.12.2019) bundesweit leuchtende Zeichen setzen. Die Feuer sind im Zuge der Demonstrationen der Landwirte der nächste Schritt, um die Öffentlichkeit und Politik auf ihre Existenzängste aufmerksam zu machen. Der Anstoß zu der landesweiten Mahnfeueraktion kommt von der Bewegung „Land schafft Verbindung“.

Bis zu 30 Feuerkörbe werden zwischen 17-18.30 Uhr von der Lübbeckerstraße über Petershägerweg, Mindenerstrasse bis nach Frotheim-Isenstedt am Samstagabend brennen. Neben den Feuerschalen wird jeweils ein Schlepper als Symbol der Landwirtschaft stehen. Sie wollen friedlich auf die Belange der Landwirtschaft aufmerksam machen. „Das Bild soll sich einfügen in die besinnliche Weihnachtszeit und zum Nachdenken anregen“, so Jan Weber aus Minden-Hahlen. „Wir wollen still in Erinnerung rufen, warum wir hier bei uns in Deutschland, in Minden-Lübbecke eine heimische Landwirtschaft brauchen, warum wir wichtig sind. Wenn es uns nicht mehr gibt, ist es zu spät.“ Anschließend ab 19.00 Uhr werden die Landwirte den Hiller Weihnachtsmarkt besuchen. Unter dem Motto redet mit uns, nicht über uns“ wollen sie insbesondere mit den Verbrauchern ins Gespräch kommen.

Zudem werden Mahnfeuer ab 17 Uhr wie in Dielingen-Drohne „Auf dem Klei“ und in der Altgemeinde Espelkamp an der Bremer Straße leuchten. „Vier bis fünf Trecker und etwa 30 Personen werden dabei sein“, sagt Marko Keltz, Junglandwirt aus der Altgemeinde Espelkamp.

Gemeinsam Lösungen finden

Den Landwirten mangele es nicht an der Bereitschaft zur Veränderung. „Wir brauchen aber auch eine Zukunftsperspektive“, erklärt Joachim Schmedt, Stemweder Gemeindeverbandsvorsitzender und stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender Minden-Lübbecke zu der Situation der Bauern. Landwirte, Politik und Gesellschaft müssten gemeinsam Lösungen finden, wie sich Natur- und Artenschutz, aber auch die Tierhaltung weiter verbessern lassen, unter Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe. Ein wichtiges Signal sei vom Agrargipfel ausgegangen, zu dem Bundeskanzlerin Angela Merkel Anfang Dezember eingeladen hatte. Jetzt müsse die Politik dranbleiben und die Landwirtschaft in die Entscheidungsprozesse einbeziehen. Schmedt: „Wir wollen den Dialog.“

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