Landwirte im Mühlenkreis am Freitag vor Verbrauchermärkten Von Rahden über Lübbecke bis Minden: Wir müssen reden! - Deshalb bitten wir zu Tisch

15. Januar 2020

Minden-Lübbecke /WLV (Re) Am kommenden Freitag, dem 17. Januar, startet die „Initiative Land schafft Verbindung“ weitere bundesweite Aktionen, und zwar zeitgleich mit dem Beginn der Grünen Woche in Berlin. In NRW wurde als weitere Form des Dialoges mit der Politik und der Gesellschaft die Aktion „NRW blüht auf“ gewählt. Von verschiedenen Treffpunkten aus verteilen sich die Landwirte auf die NRW Städte, insbesondere vor den Supermärkten. Im Kreis Minden-Lübbecke finden acht Aktionen von Rahden, Stemwede, Espelkamp über Lübbecke bis Minden (siehe Anlage) statt. Die heimischen Junglandwirte und Junglandwirtinnen laden alle Verbraucher ein, mit Ihnen direkt in den Dialog zu treten. Die Aktion „NRW blüht auf“ startet am 17. Januar ab 10.00 Uhr.

Im Mühlenkreis werden die jungen Leute vor den Verbrauchermärkten mit einem Trecker stehen und mit zwei bis drei Personen Blühmischungen verteilen. Mit dem Angebot „Was wollten Sie den Landwirt schon immer fragen?“ laden sie zum Gespräch ein. „Wir möchten über unser Arbeiten und Tun sowie über die Herkunft unserer Lebensmittel informieren“, erklärt Julian Aping aus Stemwede. „Wir stehen Rede und Antwort.“ Die Aktionen vor Supermärkten im Kreis seien alle angemeldet. „Wir bedanken uns bei den Marktleitern, dass sie diese Aktion unterstützen“, so Aping. „Auf unsere Anfragen, mit dieser Aktion dem Verbraucher die Landwirtschaft näher zu bringen, haben sie durchweg positiv reagiert.“

Die Landwirte werden schwerpunktmäßig über Insektenschutz und die neue Düngeverordnung informieren. Schließlich werden im Rahmen der Aktion „NRW blüht auf“ besonders insektenfreundliche Blühmischungen verteilt. Das Motto: „Landwirtschaft und Verbraucher gemeinsam für den Naturschutz: Die Landwirte mit Blühstreifen auf den Feldern, der Verbraucher mit Blühbeeten in seinem Garten. „So kann es dann in Sommer heißen: So blüht NRW!“

„Wir wollen erzählen und aufzeigen, was wir schon jetzt für den Insektenschutz tun“, sagt Aping. Dieses sei vielen nicht bekannt. Schnell sei die Landwirtschaft als Hauptverursacher des Insektenrückgangs ausgemacht. Doch das Thema sei einfach zu wichtig, um es oberflächlich zu betrachten und einseitig Schuldige zu finden. Es gebe vielfältige Ursachen, die wir auf den Grund gehen und gemeinsam nach Lösungen suchen müssen“, erklärt er und betont ausdrücklich: „Wir wollen viele Gespräche und interessierte Nachfragen, fragen sie uns.“

Aping bekräftigt: „Wir Landwirte denken in Generationen und wir möchten, dass die nächsten und übernächsten Generationen auch noch diesen wundervollen, anspruchsvollen und verantwortungsvollen Job ausüben können! Wir wissen, dass in den letzten Jahren auch Dinge schief gelaufen sind, aber daran sind wir nicht alleine Schuld daran! Wir möchten einfach nur, dass wir in der Bevölkerung mehr Anerkennung bekommen und respektiert werden! Wir gehen nicht auf die Straße, weil wir gegen schlechte Preise oder Verbote sind, sondern weil wir gemeinsam etwas verändern wollen, das auch realistisch und in der Praxis wirtschaftlich umzusetzen ist!“

Ansprechpartner für die Aktionen am 17.1.2020: Julian Aping Mobil: 0171-44 55 246, Mail: aping.julian@yahoo.de

Carolin Schophörster Mail: 0160-8092690

 

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