24 Stunden am Tag öffnet ein Stallfenster Einblick in die Welt von Sauen und Ferkeln

15. März 2013

Münster <WLV> Die Haltung von Nutztieren ist ein sensibler Bereich in der Landwirtschaft. Wenn Landwirte den Neu- oder Umbau eines Schweinestalls planen, dann steht für sie weitere Optimierung des Tierschutzes an oberster Stelle. Betriebswirtschaftliche und produktionstechnische Aspekte kommen hinzu. Umso überraschender ist es oft für die Betroffenen, wenn sich Protest gegen die Ställe formiert. Ob es Stallneubauten sind, Erwartungen und Forderungen an den Tierschutz oder das Verständnis artgerechter Tierhaltung: Häufig trifft die Landwirtschaft auf ein verzerrtes Bild der landwirtschaftlichen Praxis in der Öffentlichkeit.

„Ich möchte interessierten Münsteranern gerne Einsicht gewähren und zeigen, wie die Tiere hier im Stall gehalten, gepflegt und gefüttert werden. Unser Stallfenster ist 24 Stunden und 365 Tage im Jahr geöffnet und zeigt: Wir hängen an unseren Tieren und haben nichts zu verbergen“, sagt Henrik Lütke Brintrup, Sauen- und Ferkelhalter aus Roxel. Er nimmt seit einigen Wochen am i.m.a.-Projekt „Ein-Sichten in die Tierhaltung“ teil. In seinen neuen Ferkelaufzuchtstall hat er große Fenster gebaut, durch die vorbeifahrende Radfahrer und Wanderer zu jeder Tageszeit sehen können, wie die Tiere im Stall leben und ob sie sich „sauwohl“ fühlen.

„Ich möchte interessierte Verbraucher zum Dialog einladen und erfahren, welche Wünsche sie an die Landwirtschaft haben, welche Vorstellungen damit verbunden sind“, macht Henrik Lütke Brintrup sein Anliegen deutlich. Interessierte Münsteraner sollen durch das Projekt die Möglichkeit erhalten, moderne Tierhaltung authentisch zu erleben und sich objektiv ein Bild von den Ansprüchen und der Leistungsfähigkeit zu machen. Das Projekt „Ein-Sichten in die Tierhaltung“ wird durch die Landwirtschaftliche Rentenbank unterstützt.

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