Erntedank-Gottesdienst: „Im Dreiklang leben: Säen – Ernten – Gott vertrauen“

13. Oktober 2013

Münsteraner Landwirte blicken auf ein gutes Erntejahr zurück

Münster <WLV> „Im Dreiklang leben: Säen – Ernten – Gott vertrauen“ haben die Landwirte und Landfrauen in diesem Jahr als Motto für das Erntedankfest ausgewählt, den sie mit einem  Erntedankgottesdienst im Hohen Dom zu Münster gefeiert haben. Das Motto symbolisiert, wie wichtig die Vernetzung in der Ernährungswirtschaft ist. Dabei bildet der Handel eine wichtige Verbindung zwischen Bauern und Verbrauchern. Über die Politik des Einzelhandels und über das Verhalten der Verbraucher wird wesentlich bestimmt, was und zu welchem Preis verkauft oder gekauft wird. Im Mittelpunkt muss immer auch die Frage stehen, inwiefern die Grundbedürfnisse der Menschen nach Ernährung und Lebensmittelsicherheit gerecht und nachhaltig sichergestellt werden können.

Das Wissen darum, dass zur Ernte die Aussaat und ein geeignetes Klima gehören, ist bei den technischen, wirtschaftlichen und konsumorientierten Märkten und der arbeitsteiligen Welt oftmals nicht mehr im Bewusstsein. „Landwirte erzeugen heute preiswerte Lebensmittel in einer Fülle, die vor Jahrzehnten noch undenkbar schien. Die Frage des rechten Maßes, des verantwortungsvollen Umgangs mit Mensch, Tier und Natur muss sich der Landwirt immer wieder neu stellen. Gleichzeitig müssen sich aber auch die Verbraucher fragen, ob ihr Umgang mit wertvollen Lebensmitteln angemessen ist“, sagt Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Münster.

Auch Diözesanpräses Bernd Hante wies in seiner Predigt auf die notwendige Balance zwischen Landwirtschaft, Handel und Verbrauchern hin und betonte wie wichtig es sei diesen Dreiklang zu erreichen, um nachhaltig die Grundbedürfnisse der Menschen nach Ernährung und Lebensqualität sicherzustellen.

In diesem Jahr sind die Münsteraner Landwirte mit der Ernte gut zufrieden. Die niedrigen Temperaturen im Frühjahr hatten dem Getreide im Frühjahr zunächst zugesetzt, die Bestände konnten sich zu Vegetationsbeginn aber gut erholen. Beim Getreide wie auch beim Mais zeigt sich ein zufrieden stellender, durchschnittlicher bis überdurchschnittlicher Ertrag.

Von der breiten Auswahl regionaler Produkte konnten sich die Besucher bereits während des Gottesdienstes überzeugen: Ein farbenfroher Gabentisch aus Getreide, Äpfeln, Kürbissen und leuchtendem Blumenschmuck zeigte die Produktvielfalt vor Ort. Die Landfrauen aus Amelsbüren und Hiltrup haben in diesem Jahr die Vielfalt an Nahrungsmitteln aus Münster liebevoll im Dom präsentiert. Die Katholische Landjugendbewegung führte im Anschluss an den Gottesdienst die traditionelle Minibrotaktion, gebacken von Landfrau Irmgard von Looz, zugunsten der Ländlichen Familienberatung im Bistum Münster durch. Das Erntejahr ließen die Landwirte beim anschließenden Umtrunk noch einmal Revue passieren.

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