Weizenernte ist in vollem Gange: Trockenheit begünstigt Erntebeginn

01. August 2017

Landwirte bitten Bevölkerung um Verständnis bei Verkehrsbeeinträchtigungen

Münster <WLV> Man sieht es an den Staubwolken über den Kornfeldern in Münster: Die Weizenernte ist in diesen Tagen in vollem Gange. Nachdem die Kornfeuchte nun unter der 15 Prozent-Marke liegt, rücken die Landwirte mit schwerem Geschütz auf die Äcker aus.  Wenn sich das Mähwerk über den noch wogenden Getreidefeldern senkt, dauert es je nach Wetterlage nur wenige Tage, bis das Korn auf die Höfe eingefahren und der Rest der Pflanze zu großen Strohballen weiterverarbeitet wurde.

Der nun geerntete Weizen wurde bereits im Herbst des Vorjahres ausgesät und ist in der Region die am häufigsten angebaute Getreideart. Er umfasst in Münster eine Fläche von fast 3.000 Hektar, also rund ein Drittel der landwirtschaftlichen Gesamtfläche. Für die Münsteraner Bauern ist Gerste die zweitwichtigste Getreideart, sie wurde bereits Ende Juni von den Feldern geerntet. Insgesamt werden in Münster 11.000 Hektar Getreide angebaut. Damit macht das Getreide zwei Drittel der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche im Kreisverbandsgebiet aus. Das Getreide dient in erster Linie als Futtermittel für Schweine und Sauen, aber auch für das Milchvieh ist es als Kraftfutter unverzichtbar. Der auf den Feldern angebaute Mais ist derweil mitten im Wachstum und steht gerade in der Blüte. In den nächsten Tagen und Wochen benötigt er weiter Niederschlag, um wachsen zu können.

Die landwirtschaftlichen Fahrzeuge und Maschinen, die zur Ernte des Getrdeides eingesetzt werden, sind immer leistungsfähiger, aber auch größer. Auf diese Weise hat sich die Schlagkraft der Landwirtschaft deutlich verbessert. „In kurzen Zeitfenstern werden heute große Erntemengen vom Feld zum Hof, zum Handel oder zum Verarbeiten gefahren“, weiß Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Münster. „Mit der bisherigen Ernte sind wir gut zufrieden“, weiß die Fachfrau, selbst Landwirtin mit Ackerbau. „Wir hoffen auf das Verständnis der Bürger, wenn durch große Maschinen in diesen Tagen der Verkehr hier und da ein wenig zähflüssiger läuft – die Landwirte müssen das gute Wetter nutzen, um das Getreide trocken einzufahren.“
 

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