NRW-Landwirtschaftsministerin Schulze Föcking: „Landwirtschaft muss von selbstständigen bäuerlichen Familienunternehmen geprägt sein“

23. November 2017

Münster <WLV> Im Rahmen des diesjährigen Kreisverbandstages in Amelsbüren erinnerten sich rund 150 Landwirtinnen und Landwirte aus Münster an das vergangene Jahr: Nach der abgeschlossenen Ernte blicken die Bauern insgesamt zufrieden auf das eingefahrene Getreide mit guten Erträgen und Qualitäten. Auch bei Sonderkulturen wie Spargel, Kartoffeln und Erdbeeren verzeichnen die Landwirte in diesem Jahr eine zufriedenstellende Ernte. Vor allem Themen wie Flächenverbrauch und Zukunft der Tierhaltung beschäftigen die Landwirte in Münster gegenwärtig besonders. Dieses Fazit zog Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Münster, beim Kreisverbandstag.

Ein wenig mehr Sicherheit hatten die Betriebe demnach durch gestiegene Erzeugerpreise. Nach zum Teil langen Durststrecken in den Jahren 2015 und 2016, in denen sowohl die Schweinehalter, aber insbesondere auch die Milchviehhalter unter schlechten Preisen litten, haben sich die Märkte in 2017 endlich erholt. Umso gespannter waren die Landwirte, als die neue NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking als Hauptrednerin einen Ausblick gen „Zukunft der Landwirtschaft“ aus Sicht der Politik gab. „Wir wollen, dass die Landwirtschaft weiterhin von selbstständigen bäuerlichen Familienunternehmen geprägt wird, die über Boden, Gebäude, Nutztiere und notwendige Produktionsmittel verfügen können“, so Christina Schulze Föcking.

Insbesondere gelte es, „unsere Leistungen der Lebensmittelerzeugung und unsere Lebensmittel wieder mehr wertzuschätzen. Vor allem der Lebensmittelverschwendung müssen wir vor dem Hintergrund begrenzter wertvoller Ressourcen den Kampf ansagen“, machte die Ministerin in Münster-Amelsbüren ihr Ansinnen deutlich. Ziel der Ministerin seien lebens- und liebenswerte ländliche Räume, in denen sich Menschen wohlfühlen und ein Einkommen erwirtschaften. „Ich trete ein für angemessene Rahmenbedingungen für eine moderne und nachhaltige, das heißt einer wirtschaftlich erfolgreichen, umweltverträglichen, tiergerechten und sozial verantwortlichen Landwirtschaft“, machte die Ministerin gegenüber dem Berufsstand deutlich.

Dass Landwirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit heute untrennbar miteinander verbunden sind, wurde im Rahmen eines Jahresrückblicks deutlich. „Die Münsteraner Landwirte beackern nicht nur ihre Felder, sondern machen aktive Öffentlichkeitsarbeit. Am Dialog und Austausch mit Verbrauchern ist ihnen besonders gelegen. Ob Transparenztag, Hoftag oder der Besuch von Schulklassen – die Münsteraner geben gern Einblicke in die Arbeit mit ihren Tieren, auf Acker und Hof“, sagte Laura Jacobs, Pressereferentin des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes.

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Bilder vom Kreisverbandstag in Amelsbüren