Wertschätzung für Lebensmittel: Von der Getreideaussaat bis zum Brötchen

11. September 2018

Ernte und Genuss beim Aktionstag der Landwirte auf der Stubengasse im Mittelpunkt

Münster <WLV> Nachdem die Ernte weitgehend eingefahren ist, machten sich die Münsteraner Landwirte heute auf den Weg in die Innenstadt, um sich mit Verbrauchern über den Genuss und die Wertschätzung ihrer Produkte auszutauschen. An einem Informationsstand auf der Stubengasse hatten die Landwirte Verbraucher zum Gespräch über die Landwirtschaft eingeladen. Dank Lohnunternehmer Karl-Heinz Suttrup verbreitete eine aus Strohballen arrangierte Sitzecke sowie ein großer Trecker mitten in der Stadt ein Gefühl von Landleben und Landwirtschaft. Die Landfrauen hatten dazu passend mit herbstlichem Erntebeschmuck dekoriert. Die Besucher am Stand konnten sich aus ofenwarmem Bauernbrot vom Hof Renfert-Deitermann selbst ein herzhaftes Frühstück aus landwirtschaftlichen Produkten zubereiten und frische Milchprodukte vom Deutschen Milchkontor (DMK) probieren, während sie sich mit den Landwirten und Produzenten dieser Lebensmittel austauschten.

„Wir wollen Verbrauchern Einblicke geben, wie wir arbeiten und uns darüber mit ihnen austauschen. Uns ist wichtig zu erfahren, was den Menschen mit Blick auf unsere Arbeit besonders am Herzen liegt“, erklärte Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Münster. „Wünsche an die Landwirtschaft“ konnten die Besucher an einer fast zwei Meter hohen Pinnwand aus Stroh zum Ausdruck bringen. "Auch in einer Region wie dem Münsterland, das traditionell stark von der Landwirtschaft geprägt ist, bleibt es wichtig, dass wir Bauern immer wieder den Kontakt zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern suchen. Wir müssen wissen, was die Menschen von uns erwarten, um die Akzeptanz für unser Tun zu erhalten", sagte WLV-Präsident Johannes Röring am Rande der Veranstaltung.

Anhand einzelner Produkte verdeutlichten die Landwirte anschaulich, wie viel Arbeit in einzelnen Lebensmitteln steckt. Von der Aussaat des Getreides im Herbst eines Jahres vergingen beispielsweise elf Monate mit Pflanzenschutz und späterer Ernte, bis Weizen und Roggen schließlich als Brötchen und Brot beim Bäcker zur Verfügung stehen. Für die Scheibe Käse auf dem morgendlichen Butterbrot vergingen sogar 29 Monate, ehe von der Aufzucht des Kalbes bis zur ersten Milchgabe der Kuh die Weiterverarbeitung zum Käse erfolge.

„Viele Produkte können regional direkt beim Bauern vor Ort erworben werden. Wir liefern Lebensmittel für jeden Geschmack und Ernährungsstil, dabei ist auf die Qualität und Sicherheit unserer Ernte Verlass. Wir Landwirte produzieren nach hohen Standards und stellen so jeden Tag und bei jeder Mahlzeit höchsten Genuss sicher“, sagte Susanne Schulze Bockeloh. Zwar sei die Ernte in diesem Jahr nach der langen Dürreperiode spürbar schlechter ausgefallen als in den Jahren zuvor, dennoch sei der gedeckte Tisch stets sichergestellt. „Der extrem warme Sommer, der neben Ertragseinbußen teils auch Ernteausfälle in einzelnen Regionen zur Folge hatte, führt uns einmal mehr vor Augen, wie viel unsere Lebensmittel wert sind“, so Susanne Schulze Bockeloh am Rande des Aktionstages „Ernte und Genuss“, der bundesweit mit 33 Veranstaltungen Umsetzung fand.

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Eindrücke vom Aktionstag auf der Stubengasse