Frische Erdbeeren von Münsteraner Feldern: Geschmack und Menge überzeugend

16. Mai 2019

Frühe Erdbeer-Ernte durch warmen April / Regionalität steht im Vordergrund

Münster <WLV> Bedingt durch die warmen Aprilwochen startet die heimische Erdbeerernte in diesem Jahr rund zwei Wochen früher als üblich. Die Erdbeerbauern Stephan Bäcker und Burkhard Lütke Laxen freuen sich, dass die roten Beeren nun seit einigen Tagen unter freiem Himmel heranreifen. „Die Qualität der Erdbeeren überzeugt geschmacklich und lässt gute Erntemengen erwarten. Fröste konnten den Pflanzen bisher nicht schaden und so konnten die Beeren gut heranreifen. In diesem Jahr sind die frühen Sorten sogar besonders früh und so können wir über die ganze Saison frische Erdbeeren aus regionalem Anbau sicherstellen“, freut sich Erdbeer- und Spargelbauer Stephan Bäcker. Auf einer Fläche von rund 40 Hektar werden in Münster 400 Tonnen Erdbeeren jährlich geerntet, je nach Erntebedingungen werden somit pro Hektar zwischen acht und 25 Tonnen eingefahren.

„Aus verfrühtem Anbau mit Mini-Sonnentunnel ernten wir schon seit einigen Tagen. Die Qualität ist in dieser frühen Erntezeit ausgezeichnet. Wir bauen Erdbeeren ausschließlich nach ökologischem Anbauverfahren an, d.h. die Früchte werden nicht chemisch gespritzt oder mit Kunstdünger gedüngt“, sagt Burkhard Lütke Laxen. „Der regionale Aspekt steht bei der Erdbeerernte absolut im Mittelpunkt. An unseren Verkaufsständen im gesamten Stadtgebiet bekommen Kunden Erdbeeren, die morgens frisch und schonend vom Feld geerntet wurden“, weiß Stephan Bäcker, dessen Betrieb inmitten der Rieselfelder liegt.  

„Für unsere Landwirtschaft insgesamt und speziell für die regionale Vermarktung ist der Erdbeeranbau ein wichtiger Bereich. Die angebotenen Erdbeeren können frischer nicht sein, da sie direkt vor den Toren der Stadt angebaut und geerntet werden“, macht Georg Schulze Dieckhoff, stellvertretender Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Münster, deutlich. „Die Erdbeere reist in der Regel nicht so weit. In den vergangenen Jahren war immer wieder zu beobachten, dass die deutschen Früchte die ausländischen Importe sofort nach Erntebeginn vom Markt verdrängen“, so Schulze Dieckhoff. Ganze 2,3 Kilogramm Erdbeeren isst jeder Deutsche im Durschnitt pro Jahr und die Nachfrage nach den leckeren Früchten ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Damit liegt die Erdbeere nach dem Apfel auf Platz zwei der Beliebtheitsskala beim Obst.

In NRW gibt es 575 Betriebe, die auf etwa 3.000 Hektar Erdbeeren anbauen. Im vergangenen Jahr wurden über 25.000 Tonnen Erdbeeren in NRW geerntet. Rund 70 bis 80 Prozent der Erdbeeren werden über die Direktvermarktung ab Hof und zahlreiche Verkaufsstände und Selbstpflückfelder vertrieben. Das Münsterland stellt mit circa 120 Erdbeerbetrieben einen wesentlichen Teil der NRW-Produktion dar. Dazu kommt die Besonderheit, dass es in Westfalen-Lippe ungefähr 400 Betriebe mit Selbstpflückfeldern gibt, die in diesen Tagen wieder die Möglichkeit bieten, Erdbeeren direkt vom Feld zu sammeln.

Hintergrund-Infos zur Erdbeere ( Dateigröße: 56 KB)

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