Frische Erdbeeren von Münsteraner Feldern: Überzeugender Geschmack und Qualität

05. Juni 2020

Warme Temperaturen begünstigen Erdbeer-Ernte / Saisonarbeitskräfte im Einsatz

Münster <WLV> Bedingt durch die warmen Temperaturen der vergangenen Wochen ist die Ernte der Erdbeeren aus dem Freiland in Münster gut angelaufen. Die Erdbeerbauern Burkhard Lütke-Laxen und Stephan Bäcker freuen sich, die roten Beeren anzubieten. „Aus verfrühtem Anbau mit Mini-Sonnentunnel ernten wir bereits seit einigen Wochen. Unsere Kunden bekommen ab sofort auch Erdbeeren aus dem Freiland, die wir feldfrisch in unserem Hofladen, auf dem Wochenmarkt und an weiteren Verkaufsständen bereithalten. Hier kann man sich vom Geschmack überzeugen“, freut sich Erdbeer- und Spargelbauer Burkhard Lütke-Laxen aus Münster-Gelmer.

Auf einer Fläche von rund 40 Hektar werden in Münster 400 Tonnen Erdbeeren jährlich geerntet, je nach Erntebedingungen werden somit pro Hektar zwischen acht und 25 Tonnen eingefahren. „Der regionale Aspekt steht bei der Erdbeerernte absolut im Mittelpunkt. An unseren Verkaufsständen im gesamten Stadtgebiet bekommen Kunden Erdbeeren und außerdem Himbeeren und Heidelbeeren, die allesamt morgens frisch und schonend vom Feld geerntet werden“, weiß Stephan Bäcker, dessen Betrieb inmitten der Rieselfelder liegt. Durch die tägliche Ernte und kurze Transportwege stehen beide Betriebsleiter für beste Qualitäten ihrer Früchte.

„Für unsere Landwirtschaft insgesamt und speziell für die regionale Vermarktung ist der Erdbeeranbau ein wichtiger Bereich. Die angebotenen Erdbeeren können frischer nicht sein, da sie direkt vor den Toren der Stadt angebaut und geerntet werden. Unabkömmlich sind dafür die Saisonarbeitskräfte, die weiterhin im Einsatz sind, um Spargel und Erdbeeren zu ernten. Deshalb war es für unsere Betriebe enorm wichtig, dass die langjährigen Mitarbeiter einreisen durften – sie sind in der Erntezeit einfach unerlässlich“, macht Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Münster, deutlich.

Die Erdbeere reist in der Regel nicht so weit. In den vergangenen Jahren war immer wieder zu beobachten, dass die deutschen Früchte die ausländischen Importe sofort nach Erntebeginn vom Markt verdrängen. Ganze 2,3 Kilogramm Erdbeeren isst jeder Deutsche im Durschnitt pro Jahr und die Nachfrage nach den leckeren Früchten ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Damit liegt die Erdbeere nach dem Apfel auf Platz zwei der Beliebtheitsskala beim Obst.

In NRW gibt es 575 Betriebe, die auf etwa 3.000 Hektar Erdbeeren anbauen. Im vergangenen Jahr wurden über 25.000 Tonnen Erdbeeren in NRW geerntet. Rund 70 bis 80 Prozent der Erdbeeren werden über die Direktvermarktung ab Hof und zahlreiche Verkaufsstände und Selbstpflückfelder vertrieben. Das Münsterland stellt mit circa 120 Erdbeerbetrieben einen wesentlichen Teil der NRW-Produktion dar. Dazu kommt die Besonderheit, dass es in Westfalen-Lippe ungefähr 400 Betriebe mit Selbstpflückfeldern gibt, die in diesen Tagen wieder die Möglichkeit bieten, Erdbeeren direkt vom Feld zu sammeln.

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