Getreideernte hat begonnen:
Münsteraner Landwirte starten mit der Gerstenernte

12. Juli 2021

Landwirte bitten Bevölkerung um Verständnis bei Verkehrsbeeinträchtigungen

Münster <wlv> Die Staubwolken über den Kornfeldern Münsters zeigen es: Die Gerstenernte ist in vollem Gange. Nachdem das Korn herangereift ist, rücken die Landwirte mit schweren Maschinen auf die Äcker aus. Wenn sich das Mähwerk über den noch wogenden Getreidefeldern senkt, dauert es je nach Wetterlage nur wenige Tage, bis das Korn auf die Höfe eingefahren und der Rest der Pflanze zu großen Strohballen weiterverarbeitet wurde. Nach drei sehr trockenen Jahren hat sich die Lage auf den Feldern durch ausreichende Niederschläge im ersten Halbjahr 2021 entspannt. Durch das wenig beständige Wetter wird die Gerstenernte vermutlich noch einige Tage andauern.

„In kurzen Zeitfenstern werden heute große Erntemengen vom Feld zum Hof, zum Handel oder zum Verarbeiten gefahren", sagt Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Münster. Die landwirtschaftlichen Fahrzeuge und Maschinen, die zur Ernte des Getreides eingesetzt werden, sind immer leistungsfähiger, aber auch größer. „Wir hoffen auf das Verständnis der Bürger, wenn durch große Maschinen in diesen Tagen der Verkehr hier und da ein wenig zähflüssiger läuft – die Landwirte müssen das gute Wetter nutzen, um das Getreide trocken einzufahren." Die nun geerntete Wintergerste wurde bereits im Herbst des Vorjahres – 230 bis 350 Körner pro Quadratmeter – ausgesät. Gerste ist neben dem Weizen eine der am häufigsten angebauten Getreidearten.

„Wir benötigen die Gerste zur Schweinemast und der Fütterung der Sauen, aber auch für unser Milchvieh ist sie unverzichtbar", so Landwirtin Susanne Schulze Bockeloh. Der noch auf den Feldern stehende Weizen wird traditionell im Juli und August geerntet, im Spätsommer folgt dann der Mais, der aktuell noch mitten im Wachstum steht. „Vorab-Prognosen sind immer schwierig, weil sich eine Witterung auch kurzfristig auf das Ernteergebnis auswirken kann und unsere Böden unterschiedliche Qualitäten haben", so Schulze Bockeloh. Insgesamt werden in Münster auf rund 7.000 Hektar Getreide angebaut. Damit macht das Getreide fast zwei Drittel der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche (14.000 Hektar) im Kreisverbandsgebiet aus.

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