Spargelernte in Münster angelaufen: Regionalität und Qualität stehen im Fokus

08. April 2022

Kaisergemüse: Regionale Spargelbauern starten Ernte und öffnen ihre Hofläden

Münster <WLV> Obwohl die Bedingungen für das Wachstum des Kaisergemüses in den vergangenen Wochen durchwachsen waren, sprießen seit einigen Tagen die ersten Stangen aus den Spargeldämmen. Aufgrund des guten Wetters im März, konnten die Spargelbauern zeitig mit den Vorbereitungen beginnen. Dazu zählen vor allem das Anhäufen der Spargeldämme und das Auslegen der Folien. Durch die Nutzung von Sonnentunneln haben die Landwirte die Möglichkeit, das Wachstum der Spargelstangen zu begünstigen, dabei wirkt die Folie wie ein Gewächshaus. Neben den Sonnentunneln haben auch die Anbauer zum Saisonstart beigetragen, denn immer mehr Spargel wird in Minitunneln angebaut, in denen sich die Dämme noch schneller erwärmen als unter Folie, die auf dem Damm aufliegt. Die Sonnenenergie wird genutzt, um die Erde im Spargeldamm zu erwärmen, damit der Spargel früher austreiben kann.

„Die Regionalität des Spargels ist ein besonders wichtiger Aspekt, den unsere Kunden schätzen. Auch in diesem Jahr, sind wir mit der Qualität unseres Spargels sehr zufrieden" sagt Spargelbauer Burkhard Lütke-Laxen aus Gelmer.
Der erste Spargel ist bei den Münsteranern besonders beliebt, wissen die Spargelbauern aus langjähriger Erfahrung. Sie alle eröffnen in den nächsten Tagen ihre Hofläden. „Auf unseren Spargelhöfen, an den Spargelständen und auf dem Wochenmarkt können die Münsteraner jetzt unseren frischen Spargel kaufen, der morgens auf den Feldern gestochen wird. Außerdem halten wir viele Rezepte, Tipps und weitere leckere Zutaten rund um den Spargel für unsere Kunden bereit", freut sich Stephan Bäcker vom gleichnamigen Hof in Gelmer. Sein Kollege Wilhelm Spielbrink unterstreicht: „Der Spargelanbau ist für Münster sehr wichtig, er garantiert einen starken regionalen Bezug, den man auch schmeckt. Außerdem können unsere Kunden vor Ort den Spargelanbau von der Pflanzung bis zur Ernte verfolgen und sich selbst ein Bild von unseren Anbaubedingungen machen."

„Sowohl die Corona-Pandemie, als auch die aktuelle Situation in der Ukraine zeigen der Bevölkerung deutlich, dass die Versorgung mit Lebensmitteln keine Selbstverständlichkeit ist. Die Versorgungssicherung der Bevölkerung, vor allem mit regionalen Produkten, hat an Bedeutung gewonnen. Im Zuge dessen ist auch die Wertschätzung für Lebensmittel angestiegen. Mit unserem Münsteraner Spargel haben wir ein heimisches Gemüse, das regionaler und frischer kaum sein kann", weiß Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes. „Jeder einzelne kann dazu beitragen, den regionalen Anbau zu stärken, indem er vor Ort in den Hofläden einkauft. Unsere Spargelbauern haben sich in den vergangenen Wochen enorm ins Zeug gelegt, um optimale Bedingungen für die Spargelernte zu schaffen und das schmeckt man auch", so Susanne Schulze Bockeloh.

Der Spargel ist die Nummer eins des deutschen Gemüsesortiments und das sieht man auch in und um Münster. Hier bauen etwa zehn Betriebe auf einer Fläche von rund 250 Hektar das leckere Gemüse an. Von diesen Spargelfeldern werden jährlich rund 1.125 Tonnen Spargel, also 4.500 Kilogramm pro Hektar, geerntet. Bei der Vermarktung des Spargels kommt den Marktständen und Hofläden eine besondere Bedeutung zu, denn rund 70 Prozent werden auf diesem Wege an die Verbraucher verkauft.

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