Münsters Felder leuchten wieder strahlend gelb

04. Mai 2022

Leuchtend gelb leuchtet es derzeit auf vielen Münsteraner Feldern – landein landaus blüht wieder der Raps und erfreut die Münsteraner Bevölkerung mit schönen Anblicken.

Den Winter über entwickelte sich der Raps, der bereits im vergangenen August gesät wurde eher unscheinbar – mit Beginn des Frühlings und den steigenden Temperaturen entwickeln sich aber die Blüten und sorgen für die gelbe Pracht auf den Ackern. Neben den Menschen freuen sich aber auch eine ganze Reihe von Insekten über den Raps, allen voran die Honigbiene. Rapsfelder bieten nämlich die erste Tracht des Jahres für die Honigbienen, so entstehen pro Hektar Raps rund 40 Kilogramm Honig. Neben der Honigbiene sind aber auch Wildbienen, Schmetterlinge oder Fliegen beliebt bei den Rapsanbauern. Sie alle befruchten die Rapsblüten und sorgen so für einen deutlich höheren Fruchtansatz und Ertrag.
Rund zwei Monate nach der Blüte wird der Raps dann geerntet. Die geernteten Schoten erhalten Samenkörner mit einem Ölgehalt von rund 40 Prozent. „Das Öl aus den Rapspflanzen wird sowohl als heimisches Speiseöl vermarktet, als auch als nachwachsender Rohstoff" erklärt Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbands. Rapsöl gilt in Deutschland als wichtigster Rohstoff für Biodiesel.
Als Speiseöl wird das Rapsöl in zwei verschiedenen Varianten im Lebensmitteleinzelhandel angeboten: als geschmacksneutrales raffiniertes Öl oder als nussig-schmeckendes, kaltgepresstes Rapsöl. Die regionale Erzeugung und die vielfältige Nutzbarkeit in der Küche machen Rapsöl besonders beliebt. Sowohl zur Herstellung von Dressings oder Dips aber auch zum Kochen und Braten überzeugt das regional hergestellte Produkt. Wie wichtig die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln sind, zeigten die in jüngster Vergangenheit vor allem die Coronakrise und die der Ukrainekrieg sehr deutlich.
Neben dem Öl ist vor allem auch das Schrot, das bei der Pressung anfällt, beliebt. Rapsschrot ist ein hochwertiges Eiweißfutter für Rinder, Kühe, Schweine und Geflügel und kann als Eiweißfuttermittel Sojaimporte ersetzen.
Rapsanbau bietet allerdings neben der Lieferung von hochwertigen Lebensmitteln und Rohstoffen auch große Vorteile für Böden und nachfolgende Kulturen. „Wir schätzen die Eigenschaften des Raps für unsere Böden sehr. Raps hat besonders lange Wurzeln, diese erreichen auch tiefen Bodenschichten und lockern so den Boden optimal auf" sagt Susanne Schulze Bockeloh. Die langen Wurzeln können außerdem Nährstoffe aus sehr tiefen Bodenschichten erreichen und nutzen. Das Rapsjahr dauert rund 11 Monate. Raps wird Ende August gesät und entwickelt noch vor dem Winter ein bodenbedeckendes Blätterkleid. So wird der Boden im Winter vor Verschlämmungen und Erosionen geschützt.

 

Presse-Kontakt

Daten werden geladen …

powered by webEdition CMS