Die Getreideernte im Kreis bleibt Hängepartie

18. August 2014

Paderborn /wlv (Re): Die Getreideernte bleibt eine Hängepartie. Sie gestaltet sich insbesondere für Bauern in den Höhenlagen des Kreises in diesem Jahr zu einer Geduldsprobe. „Im Raum Bad Wünnenberg, Büren, Altenbeken und Lichtenau steht noch fast der ganze Weizen, etwa 6.000 bis 8.000 Hektar“, berichtet der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Paderborn Hubertus Beringmeier. Immer wieder durchkreuzen Regenschauer die Arbeit der Mähdrescher. Die ständigen Unterbrechungen des Sommerwetters, zehren hier an den Nerven der Landwirte.

„Niedergedrückte Halme, schwer befahrbare Äcker und Kosten für die Trocknung der noch feuchten Körner“, so beschreibt Beringmeier die Situation im sogenannten Spätdruschgebiet des Kreises. Leider lassen die wechselhaften Wetterprognosen zurzeit auch keine Hoffnung für eine rasche Besserung erwarten. Wo die Niederschläge die Ähren niedergedrückt haben, müssen die Landwirte mit einem höheren Aufwand planen. „Schon weil es länger dauert bis das dichte, platt gedrückte Getreide trocken ist“, schildert der Vorsitzende. Die Mähdrescher müssen zudem deutlich langsamer fahren, um das tief liegende Getreide überhaupt erreichen zu können.

Ganz anders sieht es dagegen in den Niederungsgebieten wie in Hövelhof oder Delbrück und auf den besseren Standorten wie in Salzkotten aus. Hier ist die Getreideernte nahezu abgeschlossen. „Wir Landwirte sind mit der Ernte zufrieden, allerdings führten auch hier Niederschläge zu leichten Unterbrechungen der Erntearbeiten“, schildert der Vorsitzende. Die Erträge fallen bei der Gerste durchschnittlich bis zufriedenstellend aus, schwanken allerdings regional. Die Rapsernte zeigt mittlere bis gute Erträge, doch auch hier mit regionaler Spannbreite. Roggen und Triticale (eine Kreuzung aus Roggen und Weizen) erreichen gute Ergebnisse. „Bei den jetzt noch auf den Halm stehenden oder liegenden Weizenbeständen besteht die Gefahr, dass die Qualität leidet“, erläutert Beringmeier. Was machen die Preise? Die Erlöse könnten aus landwirtschaftlicher Sicht deutlich besser ausfallen. „Die Preise liegen aktuell deutlich niedriger als in den vergangenen zwei Jahren“, erklärt der Vorsitzende. Da wohl eine weltweit gute Ernte erwartet werde, sinke der Preis.

 

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