Gutes Wetter dringend notwendig

09. September 2014

Paderborn /wlv (Re) Die Getreideernte zog und zieht sich hin. Eigentlich hätten die Erntearbeiten in diesem Jahr zu einem frühen Abschluss kommen können, denn die Vegetation hatte sich durch den ausgebliebenen Winter und das warme Frühjahr einen Vorsprung verschafft. Aber der regnerische August machte den Bauern einen Strich durch die Rechnung. „Aktuell ist noch immer nicht auf allen Flächen im Kreis Paderborn der Weizen komplett eingebracht“, berichtet Huberuts Beringmeier, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Paderborn. Im Kreisgebiet gibt noch einige Restflächen, vor allem in den Höhenlagen, die nicht gemäht werden konnten. Auch Stroh liegt vielfach noch auf den Feldern. Nun hoffen die Bauern auf einen schönen Altweibersommer. Trockenes beständiges Wetter ist nun dringend notwendig.

Die Weizenernte war in diesem Jahr eine Hängepartie. Sie gestaltete sich für viele Bauern in der Region zu einer harten Geduldsprobe. Immer wiederkehrende Niederschläge unterbrachen ständig die Erntearbeiten und zerrten an den Nerven der Landwirte.

Als besonderes Problem sei in diesem Jahr noch hinzugekommen, dass die Starkniederschläge im Juni in einigen Regionen die Getreidehalme flach an den Boden gedrückt hätten. „Dieses Getreide braucht natürlich deutlich länger um zu trocken“, schildert der Landwirt. „Wenn der reife Weizen zu lange bei der feuchten Witterung auf dem Halm verbleibt und nicht geerntet werden kann, beginnt das Korn schon zu keimen und das geht das auf Kosten der Qualität“, erläutert Beringmeier.

Neben der Ernte der verbliebenen Weizenflächen gibt es aktuell für die Landwirte noch viele andere Dinge zu tun, zu denen sie trockenes Wetter dringend benötigten: „Raps und Zwischenfrüchte müssen ausgesät werden und der letzte Grasschnitt steht vielerorts an“, erklärt Beringmeier.

Altweibersommer: Im Volksmund steht der Begriff "Altweibersommer" für eine Schönwetterperiode im September. Die Bezeichnung Altweibersommer hat seinen Namen vom „weiben“, dem altdeutschen Wort für „weben“ oder eben das Knüpfen von Spinnweben. An September-Tagen mit sonnigem Wetter kühlt es sich in den klaren Nächten stark ab, so dass in den Morgenstunden durch den Tau Spinnweben deutlich zu erkennen sind.

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