Feldmäuseplage im Kreis Paderborn

27. Oktober 2014

Manche Felder durchlöchert wie „Schweizer Käse“

Paderborn /WLV (Re) Eine Mäuseplage besonderen Ausmaßes bereitet den Landwirten im Kreis Paderborn derzeit Sorgen. „Aufgrund des milden Winters und der milden Witterung konnten sich die Feldmäuse in diesem Jahr gewaltig vermehren“, berichtet der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Paderborn Hubertus Beringmeier. Die Bauern stellen derzeit nesterartige Fraßschäden bei der jungen Herbstaussaat, beim Raps und Wintergetreide, fest. „Auf manchen Feldern ist der Boden sogar wie ein ‚Schweizer Käse‘ durchlöchert“, schildert der Vorsitzende.

 

Massenvermehrungen an Mäusen bauen sich in unregelmäßigen Abständen auf und brechen auch wieder ein. Doch ist die Lage in diesem Jahr besonders verschärft. Zur Bekämpfung werden Köderprodukte eingesetzt. „Doch ziehen die Nager die Raps- und Getreidepflanzen den Ködern vor, da diese schmackhafter sind“, weiß Beringmeier. Die Landwirte können zudem versuchen, sofern möglich, durch tiefes Pflügen bei der Saatvorbereitung die Nester der Mäuse zu zerstören. Allerdings wird aus Gründen des Erosionsschutzes der Verzicht des Pflügens empfohlen.

 

Die Köder zur Bekämpfung der Nager werden vom Landwirt arbeitsaufwändig, nur einzeln tief in die Mäuselöcher eingebracht und nicht breitflächig auf dem Feld verteilt. Beringmeier: „Unter Berücksichtigung der fachlich richtigen Anwendung sind keine Vergiftungen für Haustiere wie Hund und Katze zu erwarten“, erläutert der Vorsitzende.

 

 

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